Ein aufsehenerregender Mordfall beschäftigt derzeit die Ermittler in Wien. Am 20. Jänner wurde eine 87-jährige Frau tot in ihrem Zimmer in einem Pensionistenheim in Wien-Döbling aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen, die aufgrund eines mutmaßlichen Erstickens eingeleitet wurden, steht ein 61-jähriger Mann unter Verdacht, die Tat begangen zu haben. Der Verdächtige wurde am vergangenen Freitag festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft, da sowohl Tatbegehungs-, als auch Verdunkelungs- und Fluchtgefahr bestehen, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Bei der Obduktion des Opfers wurde ein Schmuckstück im Hals der 87-Jährigen gefunden. Die genaue Todesursache bleibt jedoch zunächst ungeklärt und soll durch ein detailliertes Obduktionsgutachten festgestellt werden. Der tatverdächtige Mann, ein gebürtiger Türke, wurde durch intensive Ermittlungen des Landeskriminalamts identifiziert. Er hatte kurz vor dem Auffinden der Leiche das Seniorenheim betreten, wo er mit einem Blumenstrauß gesehen wurde. Eine Verbindung zu dem Opfer könnte über eine Verwandte seiner Lebensgefährtin bestehen, die bereits länger in diesem Pensionistenheim lebt.
Vorstrafen und Haftentlassung
Der 61-Jährige hat eine umfangreiche Vorstrafenliste und verbüßte zuletzt eine Haftstrafe für schweren gewerbsmäßigen Betrug, die im Juni 2020 endete. In seiner kriminellen Vergangenheit hat er es wiederholt auf ältere Menschen abgesehen und ihnen hohe Beträge, insgesamt 230.000 Euro, durch betrügerische Machenschaften entlockt. Nach seiner Haftentlassung soll der Verdächtige, der erhebliche Spielschulden hat, dem Glücksspiel nachgegangen sein, was seine finanzielle Situation verschlechterte, wie Kosmo hinzufügt.
Die Ermittlungen wurden durch ein DNA-Gutachten vorangetrieben, welches letztendlich zur Festnahme des Verdächtigen führte. Zuvor wurden zahlreiche Heimbewohner, Mitarbeiter und Angehörige als potenzielle Täter in Betracht gezogen, und Überwachungsaufnahmen ausgewertet. Sicherheitsmaßnahmen im Seniorenheim werden jetzt überdacht. Der Direktor, Georg Gonano, plant eine verstärkte Präsenz an der Rezeption und eine frühere Schließung des Haupteingangs, um den Schutz der Bewohner zu erhöhen.
Öffentliche Sicherheit in Frage gestellt
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zeigt eine fortwährende Auseinandersetzung mit der Kriminalität in Österreich auf. Diese Statistiken formen die Grundlage für strategische planung von kriminalpolizeilichen Maßnahmen und Gesundheitsberichten. Die PKS bietet Einblicke in Trends und Entwicklungen, die auch in diesem Fall von Bedeutung sind, zumal die Sicherheitsdebatte um Seniorenheime verstärkt wird. Die von den Ministerien für Inneres und Justiz veröffentlichten Sicherheitsberichte liefern jährliche detaillierte Informationen zu kriminalpolitischen Entwicklungen und unterstützen die Reaktion auf solche Fälle, wie auf der Bundeskriminalamt Webseite zu lesen ist.
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen und befragt den Verdächtigen nun zu dem Tötungsdelikt. Die Nachrichten aus Wien werden weiterhin aufmerksam verfolgt, während sich die Ermittlungen vertiefen.