Am 27. März 2026 fand in Mettersdorf am Sassbach, Steiermark, die Arbeitstagung der Kommandanten der 69 Freiwilligen- und Betriebsfeuerwehren im Bereich Deutschlandsberg statt. Die Veranstaltung wurde von Brandrat Wolfgang Fellner eröffnet und bot eine Plattform für den Austausch über aktuelle Themen und Herausforderungen im Feuerwehrwesen. Oberbrandrat Sepp Gaich berichtete über wesentliche Entwicklungen in der Feuerwehrarbeit und ergänzte die Diskussion mit fachlichen Inputs.
Zu den Fachvorträgen zählten auch Beiträge von Chefinspektor Gerd Zenz und Abteilungsinspektor Stephan Überbacher von der Polizeiinspektion Deutschlandsberg. Sie thematisierten das „Gemeinsame Vorgehen von Polizei und Feuerwehr bei Suchaktionen“ und führten die Teilnehmer durch die Abläufe bei einem fiktiven Vermisstenfall. Ein weiterer Vortrag von Brandinspektor Erwin Eibl aus dem Wasserdienst des Bereichsfeuerwehrverbands Graz-Umgebung beschäftigte sich mit den spezifischen Einsatzlagen, der Ausrüstung und der Suchtaktik der Einsatztaucher.
Besondere Gefahren und Sensibilisierung
Ein weiteres wichtiges Thema wurde von Andreas Reiter, dem Abschnittsfeuerwehrkommandanten von Graz-Umgebung, behandelt: die Sensibilisierung bei Einsätzen mit elektrischem Strom. Reiter präsentierte Beispiele, die die Gefahren für Einsatzkräfte bei der Arbeit mit elektrischen Anlagen verdeutlichten. Diese Vorstellungen sind besonders relevant, da Feuerwehr- und Rettungskräfte häufig in gefährlichen Situationen agieren müssen, wie jüngst auch bei Amokläufen und Anschlägen, die erhebliche Risiken darstellen.
Das Konzept für die Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst in lebensbedrohlichen Einsatzlagen, das im Landkreis Osnabrück entwickelt wurde, unterstreicht die Bedeutung einer gut abgestimmten Einsatztaktik. Dieses spezielle Vorgehen erfordert nicht nur eine angepasste Strategie für nicht polizeiliche Gefahrenabwehr, sondern auch die Sensibilisierung der Einsatzkräfte für die jeweiligen Risiken. Die Polizei bleibt in diesen Situationen verantwortlich für die Sicherheit der Einsatzkräfte und spielt somit eine entscheidende Rolle in der Gefahrenabwehr.
Ausblick und Fortbildung
Die Arbeitstagung endete kurz vor 21.30 Uhr, und es wurde deutlich, dass die intensive Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei in Deutschland zunehmend an Wichtigkeit gewinnt. Dass Führungskräfte der Feuerwehren, der Leitstelle und der Rettungsdienste das neue Konzept zur sicheren Zusammenarbeit bereits kennengelernt haben, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zukünftige Fortbildungsangebote an den Feuerwehrtechnischen Zentralen des Landkreises Osnabrück werden dazu beitragen, diese Strategien weiter zu verankern und die Einsatzkräfte auf die Herausforderungen vorzubereiten.
Für weitere Informationen über die Tagung und die vorgestellten Themen besuchen Sie Fireworld und Kreisfeuerwehr Osnabrück.





