Am Montag, den 25. Februar 2026, sollte der Prozess gegen den ehemaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beginnen, doch dieser wird verschoben. Laut oe24 könnte der Grund für die Verschiebung eine zusätzliche Anklage sein, die gegen Strache erhoben wird. Diese neue Entwicklung fällt zeitlich mit den bereits bestehenden Vorwürfen im Zusammenhang mit dem FPÖ-Spesenskandal zusammen, in dem Strache und eine weitere Person der Untreue beschuldigt werden.
Der ex-Vizekanzler steht im Verdacht, sich rechtswidrig 300.000 Euro anzueignen. Im Rahmen der Ermittlungen wird dem ehemaligen Landesparteiobmann vorgeworfen, auf eine Auszahlung einer Lebensversicherung gedrängt zu haben, die 2007 von der FPÖ Wien abgeschlossen wurde. Diese Versicherung sollte im Todesfall Straches der Sicherung seiner Familie dienen, während im Erlebensfall die FPÖ Wien als Begünstigte auftrat. Bislang ist jedoch keine Auszahlung an Strache erfolgt, was die Vorwürfe weiter anheizt.
Prozessverschiebung und neue Anklage
Laut Die Presse wird die Verhandlung vor einem anderen Richter stattfinden, was ebenfalls zur Verschiebung beiträgt. Ein neuer Termin steht derzeit noch nicht fest, obwohl die Verhandlung ursprünglich auf vier Tage angesetzt war. Strache hat bereits betont, dass er sich kein strafbares Verhalten hat zuschulden kommen lassen.
Zusätzlich zu den Vorwürfen im Spesenskandal gibt es Berichte über einen weiteren Strafantrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Strache im Zusammenhang mit der Bestellung von Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG. Hier wird ebenfalls seit rund fünf Jahren ermittelt, was die Komplexität der rechtlichen Situation um Strache weiter erhöht.
Vorherige Skandale und anhaltende Ermittlungen
Die Situation Straches ist Teil eines größeren Problems, das die FPÖ in den letzten Jahren heimgesucht hat. Kontrast berichtet von zahlreichen Skandalen und Ermittlungen, die von Korruption und Machtmissbrauch bis hin zu persönlichen Bereicherungen reichen. Die Bilanz ist erschreckend: Finanzskandale, die die Partei in den letzten Jahren getroffen haben, betragen mehrere Millionen Euro.
Strache selbst war schwer in Skandale verwickelt, darunter die Ibiza-Affäre, die zum Bruch der Schwarz-Blauen Regierung führte. Auch die Hypo-Alpe-Adria-Affäre und die BUWOG-Affäre werfen Schatten auf seine politische Karriere. Die wiederholten Vorwürfe und die laufenden Ermittlungen zeigen ein alarmierendes Bild der politischen Kultur innerhalb der FPÖ.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen und der Vielzahl an laufenden Ermittlungen bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge für Strache und die FPÖ in den kommenden Monaten entwickeln werden. Die politische Landschaft in Österreich könnte durch diese Skandale dauerhaft verändert werden.