Die Sicherheit von Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr steht zunehmend im Fokus, nachdem die Zahl der Verkehrstoten in dieser Altersgruppe im Vorjahr um rund 23 Prozent gestiegen ist. Mit insgesamt 147 Todesopfern erreicht die Statistik die höchste Zahl seit 2012. In einem aktuellen Bericht auf Klick Kärnten wird deutlich, dass diese Zunahme fast doppelt so stark ist wie die allgemeine Zahl an Verkehrstoten.
Besonders besorgniserregend ist, dass 110 Senioren im Ortsgebiet starben, was fast dreimal so viel ist wie im Rest der Verkehrsunfälle. 44 Prozent der älteren Verkehrstoten verstarben in diesen alltäglichen Verkehrsbereichen, während der Gesamtwert bei nur 26 Prozent liegt. Ein Grund dafür könnte die Zunahme der Wege im Wohnumfeld sowie der Anstieg des Zu-Fuß-Gehens sein.
Wachsender Anteil an E-Bike-Unfällen
In der Diskussion um die Sicherheit älterer Verkehrsteilnehmer spielt auch die steigende Zahl der E-Bike-Unfälle eine entscheidende Rolle. Laut den Daten starben im Vorjahr 22 Senioren bei E-Bike-Unfällen. Dies steht im Kontext eines allgemeinen Anstiegs der Unfallzahlen für Radfahrer, bei dem jeder sechste Verkehrstote in Deutschland als Radfahrer identifiziert wird. RND berichtet, dass 2024 insgesamt 441 Radfahrer in Deutschland starben, was ansteigende Risiken besonders für ältere Radfahrer unterstreicht.
Etwa zwei Drittel der getöteten Radfahrer in diesem Jahr waren 65 Jahre oder älter, und die Mehrheit von ihnen war mit E-Bikes unterwegs. Der Anstieg der tödlichen Unfälle wird insbesondere der Zunahme der Pedelec-Nutzung zugeschrieben, da diese schwerer sind und schneller beschleunigen, was die Handhabung erschwert.
Forderungen nach verbesserter Sicherheit
Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat dringende Maßnahmen gefordert, die darauf abzielen, die Sicherheit für Senioren im Verkehr zu erhöhen. Dazu gehört unter anderem der Vorschlag, dass Personen, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, für drei Jahre ein kostenloses Bundesland-Klimaticket erhalten. Darüber hinaus setzt sich der VCÖ für sichere und baulich getrennte Radwege ein, um älteren Menschen ein sicheres Fahren und Radeln zu ermöglichen.
Die Sicherheitslage ist alarmierend: 43,5 Prozent der tödlich verletzten Radfahrer waren im Jahr 2024 mit E-Bikes unterwegs. Dies zeigt eine besorgniserregende Zunahme von fast fünfmal mehr im Vergleich zu vor zehn Jahren. Zudem sind die Zahlen gemäß Tagesschau ebenfalls gestiegen, wo 70,7 Prozent der Fahrradunfälle mit verletzten Personen in Kollisionen mit Autos resultierten.
Die Schaffung von sicheren Radwegen und mehr Aufklärung über aufmerksames Fahren sowie das Tragen von Helmen könnte entscheidend dazu beitragen, die Anzahl der Unfälle zu reduzieren und das Wohl von Senioren im Straßenverkehr zu schützen.