Steiermark

Steirische Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner warnt vor Atomkraft als grüne Energiequelle in der EU-Taxonomie

Graz, 2. Februar 2022 - Die EU-Kommission hat heute offiziell Atomkraft in ihre Taxonomie aufgenommen und sie damit als "grün" eingestuft. Diese Entscheidung wird von der steirischen Klimaschutzlandesrätin Ursula Lackner, dem Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und dem Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang kritisiert. Lackner betont, dass Atomkraft keine Alternative ist, um der Klimakrise entgegenzutreten. Die Risiken im Betrieb von Atomkraftwerken sowie die Probleme bei der Endlagerung disqualifizieren sie. Außerdem verweist Lackner darauf, dass Atomstrom nur durch hohe Subventionen durch Steuerzahler rentabel ist. Im Gegensatz dazu sei die Gewinnung von CO2-freiem Strom aus Sonne, Wind und Wasser viel kostengünstiger. Lackner warnt vor den negativen Auswirkungen der Atomkraft auf zukünftige Generationen.

Die Entscheidung der EU-Kommission hat auch international für Kritik gesorgt. Viele europäische Länder, darunter Österreich, sehen die Entscheidung als falschen Schritt. Umweltorganisationen teilen diese Bedenken und kritisieren die Einstufung von Atomkraft als "grüne Energiequelle".

Die Debatte um Atomkraft ist in Österreich nicht neu. Das Land hat bereits in den 1970er Jahren beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen. 1978 wurde ein Volksentscheid abgehalten, bei dem sich eine deutliche Mehrheit gegen den Bau von Atomkraftwerken aussprach.

In der Tabelle werden verschiedene Fakten und Informationen zum Thema Atomkraft aufgeführt:

| Fakten und Informationen zum Thema Atomkraft |
|---------------------------------------------|
| Österreich hat beschlossen, aus der Kernenergie auszusteigen. |
| 1978 sprach sich eine Mehrheit der Bevölkerung in einem Volksentscheid gegen den Bau von Atomkraftwerken aus. |
| Atomstrom ist nur durch hohe Subventionen rentabel. |
| Die Risiken im Betrieb von Atomkraftwerken und die Probleme bei der Endlagerung disqualifizieren sie als Alternative. |
| CO2-freier Strom aus erneuerbaren Energien ist kostengünstiger zu produzieren. |

Es bleibt abzuwarten, wie die Entscheidung der EU-Kommission von anderen Ländern aufgenommen wird und ob sich Österreich gemeinsam mit anderen Staaten für eine Korrektur einsetzen wird. Für Ursula Lackner ist klar, dass Atomkraft keine Lösung für den Klimawandel ist und dass die Zukunft auf erneuerbaren Energien basieren sollte. Es bleibt zu hoffen, dass diese Meinung Gehör findet und die Entscheidung der EU-Kommission noch einmal überdacht wird.

Graz, 2. Februar 2022.



Quelle: Land Steiermark

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