Steiermark

Steiermark unterstützt 2000 geflüchtete Ukrainer: Aktuelle Lagebild und Maßnahmen

Im Rahmen eines Online-Pressegesprächs haben die Verantwortlichen des Landes Steiermark und der Polizei ein Lagebild zur Ukrainehilfe in der Steiermark gegeben. Aktuell sind in der Steiermark rund 2.000 aus der Ukraine geflüchtete Menschen angekommen. Laut Rotem Kreuz sind unter den erfassten Personen 70 Prozent Frauen im Erwachsenenalter und 23,9 Prozent Kinder und Jugendliche.

In den vergangenen Wochen seit Beginn des Kriegs in der Ukraine wurden die Strukturen geschaffen, um in Zusammenarbeit aller beteiligten öffentlichen Stellen und der Zivilgesellschaft Flüchtende aus der Ukraine in der Steiermark gut versorgen zu können. Barbara Pitner, Leiterin der Sozialabteilung des Landes Steiermark, koordiniert den Krisenstab und das Koordinationsgremium. Unter den beteiligten Stellen sind unter anderem die Sozialabteilung, die Gesundheitsabteilung, die Abteilung für Bildung und Gesellschaft und die Fachabteilung Katastrophenschutz vertreten. Auch die zuständigen Bundeseinrichtungen, die Polizei, die Stadt Graz und zivile Organisationen wie das Rote Kreuz und die Caritas sind in die Koordination eingebunden.

Seit dem 16. März 2022 ist das Ankunftszentrum der Messehalle D in Graz in Betrieb. Dort werden die Ankommenden registriert und in die Grundversorgung oder in kleinere Unterkünfte in der Region weitertransportiert. Die Organisationen vor Ort im Ankunftszentrum arbeiten gut zusammen und die Flüchtlinge erhalten medizinische und psychologische Betreuung sowie Verpflegung und COVID-Tests. Insgesamt wurden bisher elf COVID-Infektionen festgestellt.

Bundesweit hatten bisher mehr als 192.000 aus der Ukraine geflüchtete Personen Kontakt zu den österreichischen Behörden, wovon 82 Prozent weitergereist sind. In der Steiermark beträgt die Quote der Personen, die in Österreich bleiben, 13,9 Prozent, was bereits zu 113,45 Prozent erfüllt ist. Derzeit befinden sich 1.446 Ukrainerinnen und Ukrainer in der Grundversorgung in der Steiermark, von denen ein Teil direkt vom Bund zugewiesen wurde. Das Land hat bisher 313 Personen in Quartieren untergebracht. Insgesamt wurden bisher 5.200 Plätze in Quartieren in der Steiermark gemeldet. Das Land bittet weiterhin um Meldungen von Quartieren.

Es gab eine positive Resonanz auf den Aufruf des Landes, Gasteltern für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zu suchen. Bereits 250 Personen haben ihre Bereitschaft bekundet.

Die Polizei hat bisher rund 2.000 Personen in der Steiermark erfasst und die vollständigen Datensätze an das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl übergeben. Personen, die bereits privat untergekommen sind, werden gebeten, nicht ins Ankunftszentrum zu kommen, sondern die BFA-Außenstelle in Graz zu nutzen.

Das Land Steiermark hat bereits humanitäre Hilfe für die Ukraine geleistet, indem es Medikamente im Wert von 200.000 Euro geliefert hat. Bezüglich der atomaren Infrastruktur der Ukraine gibt es eine ständige Risikoeinschätzung. Laut der Internationalen Atomenergiebehörde besteht derzeit kein Sicherheitsrisiko in den ukrainischen Atomkraftwerken. Österreich ist aufgrund der aktuellen Wetterlage in den nächsten 48 Stunden nicht erhöhten Risiken ausgesetzt.

Medien können das Aufzeichnung des Online-Pressegesprächs zur Ukrainehilfe anschauen. Pressefotos vom Betrieb des Ankunftszentrums sind ebenfalls verfügbar.

Zur Unterstützung von Vertriebenen aus der Ukraine bietet das BFA Informationsblätter in Deutsch und Ukrainisch an. Weitere Informationen zur Ukrainehilfe in der Steiermark finden sich auf der Website des Landes. Meldungen über freie Quartiere können an die E-Mail-Adresse grundversorgung@stmk.gv.at gerichtet werden. Das Land Steiermark sucht auch weiterhin Gasteltern für minderjährige Flüchtlinge. Meldungen bitte per E-Mail an kinderundjugendhilfe@stmk.gv.at. Eine Hotline des Landes Steiermark zur Ukrainehilfe steht ebenfalls zur Verfügung. Das österreichische Innenministerium hat eine Notfallnummer in Deutsch und Ukrainisch eingerichtet.

Quelle: Pressemitteilung des Landes Steiermark und der Polizei



Quelle: Land Steiermark

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