Am Sonntagabend, dem 19. Jänner 2026, wurde die Polizeizivilstreife in Graz auf einen Fahrer aufmerksam, der mit seinem hochmotorisierten Pkw ein illegales Straßenrennen provozierte. Der Vorfall geschah gegen 19.40 Uhr auf der B 67 in Richtung Hauptbahnhof. Dabei dokumentierten die Beamten Geschwindigkeiten von bis zu 106 km/h. Wie exxpress.at berichtet, erregte der 22-jährige Fahrer aus der Russischen Föderation durch wiederholte Gasstöße und das Aufheulen seines Motors die Aufmerksamkeit der Polizei.

Die Zivilpolizisten nahmen die Verfolgung auf und konnten das Fahrzeug schließlich am Europaplatz in Graz anhalten. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Im Auto saßen zudem zwei weitere Männer, einer aus der Russischen Föderation und ein weiterer aus Somalia, wie auch kosmo.at feststellt.

Drogen im Spiel

Während der Kontrolle bemerkten die Polizisten einen intensiven Cannabisgeruch im Inneren des Fahrzeugs. Der 22-Jährige händigte freiwillig eine kleine Menge Cannabiskraut aus. Eine angeordnete ärztliche Untersuchung auf Suchtmittelbeeinträchtigung lehnte der Fahrer allerdings ab. Die Gesetzgebung bestraft Drogenkonsum im Straßenverkehr drastisch, da bereits kleinste Mengen im Blut zu erheblichen Strafen führen können, wie der ADAC erklärt. Der Grenzwert für THC im Blut beträgt ab August 2024 für Erwachsene 3,5 ng/ml.

Zusätzliche Ermittlungen ergaben, dass der Fahrer bereits offene Verwaltungsstrafen im vierstelligen Eurobereich hatte, die er auf der Polizeiinspektion beglich. Auch sein Verhalten am Sonntag wird rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der 22-Jährige wird mehrfach angezeigt, unter anderem wegen Verdachts auf Beteiligung an einem illegalen Straßenrennen sowie wegen Fahrens ohne Lenkberechtigung und Verstößen gegen das Suchtmittel- und Führerscheingesetz.

Behördliche Maßnahmen angekündigt

Die Polizei kündigte weitere behördliche Maßnahmen an, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Drogenkonsum und das Fahren unter deren Einfluss stellen eine ernsthafte Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr dar. Die Tragweite der Strafen bei Drogenfahrten reicht von Geldstrafen bis hin zu Freiheitsstrafen, abhängig von den Umständen und der Gefährdung des Straßenverkehrs.

Durch diese Vorfälle wird einmal mehr deutlich, wie wichtig eine verstärkte Aufklärung und Kontrolle im Bereich des Straßenverkehrs ist. Die Behörde betont, dass sie auch in Zukunft aktiv gegen solche Raser vorgehen wird.