Am 27. Januar 2026 findet im GrazMuseum ein Liederabend statt, der im Rahmen des Internationalen Holocaust-Gedenktags ausgerichtet wird. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz organisiert und beginnt um 19 Uhr. Bevor das Konzert startet, gibt es um 18:30 Uhr einen Vortrag von Lisa Fischer über das Thema „Komponistinnen im Exil“.

Der Liederabend widmet sich den Werken von verfolgten, vertriebenen und ermordeten Komponistinnen und Schriftstellerinnen der 1930er- und 1940er-Jahre. Es werden seltene musikalische Werke präsentiert, die als Lebenszeugnisse von Künstlerinnen unter schwierigen Bedingungen gelten. Das Programm umfasst Lieder und Texte von:

  • Rosy Geiger-Kullmann
  • Vally Weigl
  • Henriëtte Bosmans
  • Ilse Weber
  • Vítězslava Kaprálová
  • Ruth Schonthal
  • Ella Milch-Sheriff

Veranstaltungsdetails

Die Veranstaltung findet in der Sackstraße 18 im GrazMuseum statt. Das Ziel des Liederabends ist es, die Vielfalt der künstlerischen Interessen und die Verbindung zu den Kunstliedern des 19. Jahrhunderts zu zeigen. Die Mitwirkenden sind Lehrende und Studierende des Instituts Gesang sowie des Zentrums für Gesang und Dramaturgie (ZfGD) der Kunstuniversität Graz. Die aufführenden Sänger sind unter anderem:

  • Christina Brunner
  • Emöke Dömötőr
  • Elina Sadova
  • Anna Shcherbeneva
  • Hanadi Karić
  • Stella König
  • Nils Maurizio Gunawan
  • Katerina Ladwein
  • Veronika Leitner
  • Sara Ognjanovič
  • Željana Sarić

Begleitet werden sie von Klavierspielern wie Elara Aliyeva, Soleil Fröhlich, Daniel Herler und Seongkyung Kim. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Hermine Haselböck-Littasy und Hedayet Djeddikar, unterstützt von Michaela Krucsay und Christa Brüstle.

Kulturelles Gedächtnis und Würdigung

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe von Programmen im GrazMuseum, die sich dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus widmen. Besonders hervorzuheben ist die Ausstellung „360 Graz. Eine Geschichte der Stadt“, die die Zeit vom „Anschluss“ im März 1938 bis zum Ende des Nationalsozialismus im Mai 1945 thematisiert. Diese spezielle Führung beginnt um 17 Uhr.

Zusätzlich weist der Verein exil.arte darauf hin, dass er sich unter der Leitung von a.o. Univ.-Prof. Dr.phil. Dr.h.c. Gerold Gruber der Bewahrung und Präsentation von Werken jüdischer Komponist:innen, die während des Dritten Reichs als „entartet“ diffamiert wurden, widmet. Dieses Engagement umfasst Konzerte, bei denen oft Uraufführungen und Werke von vertriebenen Künstler:innen zu hören sind.

Für weitere Informationen zu den Veranstaltungen im GrazMuseum und deren Programm können Interessierte die Webseite des Museums besuchen.