Steiermark

Gratis-Kaliumjodid-Tabletten für Kinder und Schwangere – Vorsicht vor unsachgemäßer Verwendung

Die Kriegshandlungen in der Ukraine haben in der Steiermark zu einem Ansturm auf Kaliumjodid-Tabletten geführt, da die Bevölkerung Angst vor radioaktiver Strahlung hat. Die Ärzte- und Apothekerkammer warnen jedoch vor einer unsachgemäßen Verwendung dieser Tabletten, da sie schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen können. In Österreich werden Kaliumjodid-Tabletten seit Jahrzehnten bevorratet, um das Risiko von Schilddrüsenkrebs nach Reaktorkatastrophen zu verringern. Die Tabletten verhindern die Aufnahme von radioaktivem Jod in die Schilddrüse und somit das Risiko einer Krebserkrankung.

Kaliumjodid-Tabletten werden kostenlos in den Apotheken für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende bevorratet. Zusätzlich gibt es Vorräte in Schulen und Kindergärten. Personen über 40 Jahre sollten keine Kaliumjodid-Tabletten einnehmen, da sie keine positive Wirkung haben und Nebenwirkungen wie Magenschmerzen, Hautausschläge oder eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen können.

Für Personen im Alter von 18 bis 40 Jahren, die nicht zu den genannten Zielgruppen gehören, sind Gratis-Kontingente in den steirischen Gemeinden verfügbar. Im Fall eines Ernstfalls werden diese Tabletten direkt von den Gemeinden ausgegeben. Daher besteht für niemanden in der Steiermark die Notwendigkeit, Kaliumjodid-Tabletten auf dem freien Markt zu kaufen. Es gibt ausreichend Tabletten zur Verfügung.

Es ist wichtig, dass die Menschen die Jodtabletten nur auf Anweisung der Gesundheitsbehörden einnehmen. Die Einnahme wird generell für Menschen ab dem 40. Lebensjahr abgeraten, da sie keine positive Wirkung hat und gefährlich sein kann. Personen mit Schilddrüsenerkrankungen sollten sich frühzeitig an ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt wenden, um eine unkontrollierte Selbstmedikation zu vermeiden, die in manchen Fällen lebensbedrohlich sein kann. Die Landessanitätsdirektorin mahnt die Steirerinnen und Steirer, auf die Anweisungen der Behörden, Ärzte und Apotheker zu vertrauen und keine eigenmächtigen Entscheidungen zu treffen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Tabletten in der Steiermark nur auf Anweisung der Behörden eingenommen werden sollen und nicht als Vorsorge. Vertrauen in die zuständigen Behörden, Ärzte und Apotheker ist entscheidend.
Tabelle:

Altersgruppe | Berechtigung zu kostenlosen
Kaliumjodid-Tabletten
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0-18 Jahre | Ja
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Schwangere | Ja
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Stillende | Ja
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über 40 Jahre | Nein
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18-40 Jahre | Ja, durch Gemeinden bereitgestellt

Die Bevölkerung der Steiermark wird aufgefordert, den Anweisungen der Behörden zu folgen und nicht eigenständig Kaliumjodid-Tabletten einzunehmen. Die Ärzte, Apotheker und Behörden stehen zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und die Bevölkerung zu informieren.



Quelle: Land Steiermark

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