Steiermark

EU-Kommission stuft Atomkraft als klimafreundlich ein: Steirische Landesspitze zeigt sich besorgt

Die Entscheidung der EU-Kommission, Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich einzustufen, sorgt in der Steiermark für Unverständnis und Kritik. Die steirische Landesspitze, bestehend aus Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer und Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang, bezeichnet diese Entscheidung als Rückschritt in die Steinzeit der Energiegewinnung.

Die steirischen Politiker betonen, dass Atomkraft aus vergangenen Katastrophen als hochgefährlich bekannt ist und es ein falsches Signal sei, diese als "grün" zu bezeichnen. Sie fordern stattdessen, dass die EU gemeinsam gegen den Ausbau von Atomkraftwerken kämpft, anstatt den Befürwortern Tür und Tor zu öffnen. Besonders gegen Standorte in der Nähe der Steiermark wie Krško wollen sie sich weiterhin zur Wehr setzen.

In der Steiermark wird seit langem verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt. Die Region verfügt über eine lange Tradition in der Nutzung von Wasserkraft, die bereits seit dem 19. Jahrhundert für die Energiegewinnung genutzt wird. Auch die Nutzung von Windkraft und Solarenergie wird kontinuierlich ausgebaut. Die Entscheidung der EU-Kommission steht somit im Widerspruch zu den Bemühungen der Steiermark, eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten.

In der folgenden Tabelle sind einige Fakten zur Energiegewinnung in der Steiermark aufgeführt:

| Energiequelle | Anteil an der Gesamtenergieerzeugung |
|------------------|------------------------------------|
| Wasserkraft | 60% |
| Biomasse | 25% |
| Windkraft | 10% |
| Photovoltaik | 5% |

Die Steiermark ist somit ein Vorreiter in der Nutzung erneuerbarer Energien und hat bereits einen signifikanten Anteil an grüner Energieerzeugung.

Es ist zu erwarten, dass die Entscheidung der EU-Kommission in der Steiermark auf Widerstand stoßen wird. Lokale Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen setzen sich seit langem gegen Atomkraft ein und werden auch weiterhin gegen den Ausbau von Atomkraftwerken kämpfen. Die steirische Landesregierung wird voraussichtlich ihre Bemühungen verstärken, die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Energieträgern zu reduzieren und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.

Die aktuelle Entscheidung der EU-Kommission zeigt erneut die Herausforderungen im Bereich der Energiepolitik und die verschiedenen Standpunkte innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. Obwohl die Steiermark bereits große Fortschritte in der nachhaltigen Energiegewinnung gemacht hat, ist es von großer Bedeutung, dass auf EU-Ebene klare und einheitliche Kriterien festgelegt werden, um klimafreundliche Technologien zu fördern und den Ausbau von Atomkraft zu verhindern.

Die Diskussion um die Zukunft der Energiegewinnung und die Auswirkungen auf die Umwelt wird in der Steiermark sicherlich weitergehen. Die Entscheidung der EU-Kommission wird dabei eine wichtige Rolle spielen und möglicherweise zu neuen Initiativen und Protesten führen. Die Steiermark wird ihre Bemühungen fortsetzen, eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung zu gewährleisten und als Vorbild für andere Regionen zu dienen.



Quelle: Land Steiermark

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