Ermittler haben im Rahmen einer umfassenden Untersuchung am Wohnsitz eines 56-jährigen Arbeitslosen in der Steiermark eine bedeutende Drogenlager entdeckt. Die Behörden stießen dabei auf eine größere und eine kleinere Indoor-Aufzuchtanlage, die insgesamt rund 100 blühende Pflanzen umfassten. Darüber hinaus fanden sie auch andere illegale Substanzen. Der Verdächtige gestand die Vorwürfe, die infolge mehrerer anonymer Hinweise im Herbst 2025 erhoben wurden. Ein 58-jähriger Komplize des Verdächtigen ist weiterhin auf der Flucht.

Die Hausdurchsuchung, die am vergangenen Freitag stattfand, förderte beeindruckende Mengen zutage: Etwa 6,5 Kilogramm Marihuana, 330 Stück LSD und sieben Gramm Kokain wurden sichergestellt. Die Zuchtanlagen waren im oberen Stockwerk des Hauses eingerichtet. Die Ermittler haben außerdem begonnen, die sichergestellten Datenträger forensisch auszuwerten, um weitere Informationen zu erhalten. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen wurden auch Ermittlungen wegen Sozialleistungsbetrugs gegen den arbeitslosen Verdächtigen eingeleitet.

Rechtslage und Sanktionen

Der Anbau und die Herstellung von Drogen ist in Deutschland strafrechtlich verfolgt, was sich aus dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ergibt. Wie ht-strafrecht.de hervorhebt, umfasst dies nicht nur Plantagen, sondern auch alle Handlungen, die auf das Wachstum von Betäubungsmittelpflanzen abzielen. Dazu zählen Maßnahmen wie Einpflanzen, Düngen und Pflegen der Pflanzen.

Die möglichen strafrechtlichen Konsequenzen reichen von Geldstrafen bis hin zu mehrjährigen Freiheitsstrafen, abhängig von der Menge und Art der Drogen. Im speziellen Fall des Verdächtigen könnte das strafrechtliche Verfahren nicht nur die Drogenmittel umfassen, sondern auch den Verdacht auf Sozialleistungsbetrug. Selbst der Anbau einer einzelnen Cannabis-Pflanze kann zu einem Eintrag im Führungszeugnis führen, der die berufliche Zukunft erheblich belasten könnte.

Verteidigungsmöglichkeiten

Menschen, die mit dem BtMG in Konflikt geraten, haben gesetzliche Rechte, die laut der Webseite von rechtsanwalt-erhard.de von Bedeutung sind. Dazu zählen das Recht auf Aussageverweigerung und das Recht auf einen Anwalt, der Erfahrungen mit BtMG-Fällen hat. Strategische Verteidigung ist essenziell, um mögliche Fehler zu vermeiden, die durch unangemessene Aussagen entstehen könnten.

Die Verteidigungsmöglichkeiten im Strafverfahren beinhalten unter anderem die Anfechtung der Beweislage, das Vorbringen von mildernden Umständen oder die Möglichkeit, Therapie statt Strafe zu beantragen, insbesondere bei Abhängigkeit. Ermittler und Strafverteidiger müssen sich eingehend mit den vorliegenden Beweismitteln auseinandersetzen, um eine faire Verteidigung zu gewährleisten.

Das laufende Verfahren gegen den Verdächtigen wird weiterhin genau beobachtet, während die Ermittlungen fortschreiten und neue Informationen zutage gefördert werden.