Das Bundesheer hat im Jahr 2025 einen signifikanten Personalzuwachs verzeichnet. Insgesamt kamen rund 700 neue Mitarbeiter hinzu, was sowohl Soldaten als auch zivile Angestellte umfasst. Laut exxpress.at stellte sich die Situation wie folgt dar: Im Additionsprozess gab es einen Netto-Zuwachs von 400 Soldaten und knapp 300 zivilen Mitarbeitern. Besonders hohe Zuwächse wurden in den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Kärnten verzeichnet.

Insgesamt starteten 3.039 Männer und Frauen ihre Laufbahn beim Bundesheer, während es im gleichen Zeitraum 2.344 Abgänge durch Kündigungen und Pensionierungen gab. Dies führt zu einem Netto-Zuwachs von 695 Personen. Bei den Soldaten gab es 1.776 Neuaufnahmen und 1.372 Abgänge. Ebenso meldete das Bundesheer 1.263 neue zivile Angestellte und 972 Abgänge in diesem Bereich. Die Verteidigungsministerin Klaudia Tanner unterstrich in ihrem Kommentar die Bedeutung der Menschen im Bundesheer, insbesondere für den Betrieb moderner und effektiver Geräte.

Politische Diskussionen und Reformen

Der Personalzuwachs kommt zu einem Zeitpunkt, an dem auch politische Diskussionen über die Reform des Wehrdienstes zunehmen. Bundeskanzler Christian Stocker kündigte eine Volksbefragung dazu an, was sowohl innerhalb der Regierungskoalition als auch außerhalb für Debatten sorgte. Während die NEOS die Volksbefragung ablehnen, äußerte die SPÖ Kritik an Stockers Vorgehen laut orf.at.

Um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, führt das Bundesheer in den kommenden zwei Wochen militärische Übungen durch, darunter Landungen im Hochgebirge mit Hubschraubern. Diese Übungen sind entscheidend für die Erfüllung sowohl militärischer als auch ziviler Aufgaben, wie etwa nach Lawinenabgängen.

Erfolge und Entwicklungen im Bundesheer

Das Jahr 2024 setzte den bereits eingeleiteten Aufwärtstrend fort. Das Bundesheer konnte moderne Geräte beschaffen und verschiedenste Verbesserungen vornehmen, wie miliz.bundesheer.at berichtet. Diese Personaloffensive zeigt positive Effekte in mehreren Bereichen. Im Jahr 2024 begannen 800 junge Menschen eine Ausbildung zum Kadersoldaten, und über 600 Zivilbedienstete wurden neu eingestellt, was einen Anstieg von mehr als 30 Prozent darstellt.

Ein weiterer bedeutender Aspekt sind die Inlandseinsätze des Bundesheers. Durchschnittlich 604 Soldaten waren im sicherheitspolizeilichen Einsatz beschäftigt, während 250.000 Personentage in verschiedenen Einsätzen dokumentiert wurden, darunter auch Unterstützung bei Katastrophen wie Hochwasser. Darüber hinaus ist das Bundesheer in 17 Auslandseinsätzen aktiv, wobei nahezu 640 Soldatinnen und Soldaten beteiligt sind.

Die Luftstreitkräfte des Bundesheers flogen über 14.800 Stunden, wobei bedeutende Operationen wie die Luftraumsicherung für das Weltwirtschaftsforum in Davos durchgeführt wurden. In Anbetracht der bevorstehenden Herausforderungen plant das Bundesheer zudem Investitionen in die Infrastruktur und Ausstattung, die für die kommenden Jahre entscheidend sein werden.

Somit zeigt die Entwicklung des Bundesheers nicht nur einen positiven Trend in Bezug auf Personalzuwachs, sondern auch eine Verstärkung der militärischen und zivilen Einsatzfähigkeit, die den vielfältigen Anforderungen der Zukunft gerecht werden soll.