Steiermark

Bedeutung eines hochrangigen Straßennetzes: Neue Studie zur S7 fordert lösungsorientierte Verkehrspolitik

Konflikt um Autobahnausbau: Experten uneins über langfristige Wirkung.

Neue Studie zur S7 unterstreicht die Bedeutung eines hochrangigen Straßennetzes. Die Wirtschaftskammer Steiermark Präsident Josef Herk fordert eine lösungs- und sachorientierte Verkehrspolitik ohne ideologische Scheuklappen. Mit der Freigabe des westlichen Abschnitts der S7 und der Debatte um den dreispurigen Ausbau der A9 im Süden von Graz gewinnen Straßen und Infrastrukturmaßnahmen an Bedeutung. Eine vom Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung (IWS) durchgeführte Studie zeigt, dass allein die Bauarbeiten der S7 560 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung generiert haben und 250 Millionen Euro an Steuern und Abgaben eingegangen sind.

Die wirtschaftlichen Impulse durch hochrangige Straßenverbindungen sind enorm. WKO Steiermark Präsident Josef Herk betont die langfristigen Auswirkungen auf die Region. Vergleiche entlang der A2 zeigen, dass die Beschäftigtenzahlen in Gemeinden direkt an der Autobahn nach 30 Jahren um 17 Prozent gestiegen sind, im gesamten Bundesland jedoch nur um vier Prozent. Laut einer Umfrage des IWS schätzen 42 Prozent der Unternehmer die Bedeutung der S7 als sehr wichtig oder zumindest wichtig ein, wobei die bessere Erreichbarkeit und die Steigerung der Bedeutung des Standortbezirks entscheidend sind.

Die Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl äußert Bedenken zum dreispurigen Ausbau der A9 und betont, dass dies nur vorübergehend zu einer Entlastung führen würde. Es gibt laut Prof. Martin Fellendorf von der TU Graz alternative Maßnahmen, die schneller und nachhaltiger eine Verbesserung der Verkehrssituation herbeiführen könnten. Unternehmen bewerten die neue S7 mehrheitlich positiv, während nur 6 Prozent negativ gegenüberstehen.

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