Am 25. Jänner 2026 hat St. Pölten einen neuen Gemeinderat gewählt. Diese Wahl ist in der Stadt historisch, da die SPÖ, unter Führung von Bürgermeister Matthias Stadler, erstmals seit 1965 ihre absolute Mehrheit verloren hat. Trotz dieses Rückschlags bleibt die SPÖ jedoch die stärkste Partei im Gemeinderat. Offizielle Wahlergebnisse sind zurzeit noch nicht verfügbar, aber Stadler betonte, dass er weiterhin im Amt bleiben möchte und bereits plant, Verhandlungen mit allen Parteien aufzunehmen.
In einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz befinden sich die ÖVP und die FPÖ. Die ersten Anzeichen deuten darauf hin, dass die Grünen Zugewinne verzeichnen konnten, während die KPÖ den Einzug in den Gemeinderat geschafft hat. Um ihre Position im Rat bangen müssen hingegen die NEOS.
Wahlbeteiligung und Wetterbedingungen
Die Wahlbeteiligung ist hingegen gesunken: 2021 lag sie bei 55,96 Prozent, während nun insgesamt 44.063 Stimmberechtigte an der Wahl teilnehmen konnten, was einen Rückgang im Vergleich zu 46.621 Wählern vor fünf Jahren darstellt. Zudem wurden 6.540 Wahlkarten ausgegeben, im Vergleich zu 12.598 Wahlkarten bei der letzten Wahl.
Das Wetter am Wahlsonntag war unfreundlich, mit Temperaturen, die nur knapp über dem Gefrierpunkt lagen, sowie hartnäckigem Nebel, was möglicherweise zur geringeren Wahlbeteiligung beigetragen hat. Diese Faktoren sind nicht zu unterschätzen, da sie das Wahlverhalten der Bevölkerung beeinflussen können.
Daten und Hintergrundinformationen
Für die zukünftige Analyse dieser Wahl können die Informationen über Teil- und Gesamtergebnisse sowie die Mandatsverteilung aus der Wahldatenbank Österreich herangezogen werden. Diese Datenbank umfasst eine Vielzahl von Wahlen, einschließlich Nationalratswahlen, EU-Wahlen und Landtagswahlen, und ist seit 1945 verfügbar. Dabei ist eine genaue Analyse der Wahlergebnisse zusätzlich zu den erwähnten Parteistärken und Wahlergebnissen wichtig, um ein umfassendes Bild über die politische Landschaft zu zeichnen.
Insgesamt zeigt die Wahl in St. Pölten, dass sich das politische Klima in der Stadt wandelt, während die SPÖ weiterhin eine zentrale Rolle spielt. Die kommenden Verhandlungen werden entscheidend dafür sein, wie sich die politische Arbeit im Gemeinderat entwickeln wird.