Am 16. März 2026 gab der Wiener Gesundheitsverbund den offiziellen Spatenstich für den Bau einer neuen Psychiatrie in der Klinik Favoriten bekannt. Dieses Projekt ist Teil des größten Modernisierungsprogramms in der Geschichte des Gesundheitsverbunds und soll bis 2029 fertiggestellt werden. Die neue Einrichtung wird 120 Betten umfassen, davon 80 für Erwachsene und 40 für Kinder und Jugendliche.
Der Neubau wird nicht nur moderne Klinikräume bieten, sondern auch Ambulanzen, Tageskliniken, eine Heilstättenschule sowie Außenbereiche zur Aktivität und Erholung. Geplant sind außerdem eine zentrale Struktur, die eine effizientere Nutzung der Räumlichkeiten ermöglicht und an das bestehende Mutter-Kind- und OP-Zentrum angebunden wird. Laut den Informationen von wien.gv.at wird dies bis 2034 fortgeführt, um eine umfassende Modernisierung der Klinik Favoriten sicherzustellen.
Bauarbeiten und öffentliche Anreise
Die Bauarbeiten finden im laufenden Klinikbetrieb statt, um die Patientenversorgung während der gesamten Bauzeit zu gewährleisten. Leerstehende Altbauten werden durch neue Gebäude ersetzt, die den modernen Anforderungen besser gerecht werden. Der Bürgermeister von Wien wird bei einer Pressekonferenz am Donnerstag, dem 19. März 2026, über die Fortschritte informieren. An dieser Veranstaltung werden auch mehrere bedeutende Vertreter des Wiener Gesundheitsverbunds anwesend sein, darunter Peter Hacker, der Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport.
Für die Öffentlichkeit wird empfohlen, mit dem Bus 7A zur Haltestelle Martin-Luther-King-Park zu fahren. Parkmöglichkeiten befinden sich in der Parkgarage oder außerhalb des Klinikgeländes. Nach der Pressekonferenz gibt es die Möglichkeit für Einzelinterviews mit den Fachleuten, wobei eine Anmeldung erforderlich ist.
Psychiatrische Versorgung in Wien
Das Projekt in der Klinik Favoriten ist Teil des Psychiatrischen und Psychosomatischen Versorgungsplans (PPV), der 2016 im Wiener Landtag einstimmig beschlossen wurde. Die Umsetzung des PPV begann im Jahr 2020, mit dem Ziel, eine psychiatrische Versorgung in ausreichender Zahl dort bereitzustellen, wo sie benötigt wird. Dies wird durch die Vernetzung von Behandler*innen sowie niederschwelligen Angeboten und begleitenden Maßnahmen für Patient*innen erreicht, wie psd-wien.at berichtet.
Der PPV sieht eine flächendeckende psychiatrische Versorgung für rund 2 Millionen Wiener*innen vor. Innerhalb von drei Großversorgungsregionen in der Allgemeinpsychiatrie sind Stationen und Ambulatorien vorgesehen, um die Bedürfnisse der Bevölkerung effektiv zu decken. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie sollen ebenso stationäre und ambulante Einrichtungen entstehen, um die Versorgung in diesem sensiblen Bereich zu gewährleisten.
Mit dem neuen Bau in der Klinik Favoriten und den umfangreichen Modernisierungen im Gesundheitsverbund wird ein wichtiger Schritt in Richtung einer zeitgemäßen und bedarfsorientierten psychiatrischen Versorgung in Wien unternommen.



