Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat am 16. Februar 2026 die Dringlichkeit der Ernährungssicherheit in Zeiten des Klimawandels und einer steigenden Weltbevölkerung hervorgehoben. Besonders die Forschung zu Sorghum, einer trockenheitstoleranten Körnerfrucht, rückt dabei in den Fokus. Im Rahmen des Forschungsprojektes „CLIC – Climate-smart grain crops“, das vom ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich initiiert und von der FFG gefördert wird, wird das Potenzial von Sorghum untersucht, um es in Backwaren und anderen Lebensmitteln zu integrieren. Dies wurde durch die ersten vielversprechenden Maschinenversuche mit der Pflanze unterstützt, wie noe.gv.at berichtet.
Das Projekt hat zudem die Kuchen-Peter Backwaren GmbH als Partner, die in Österreich als größter Krapfen-Bäcker bekannt ist und seit 1964 besteht. Ziel des Unternehmens ist es, Produkte von hoher Qualität zu einem angemessenen Preis herzustellen. Dank der Erkenntnisse aus dem Projekt können Unternehmen aus den Bereichen Müllerei, Bäckerei und Nudelproduktion ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Herausforderungen des Klimawandels
Der Klimawandel bringt erheblichen Druck auf die Lebensmittelproduktion in Europa mit sich. Dürren und andere extreme Wetterereignisse werden zunehmend zur Norm, was die langfristige Sicherung der Versorgung mit hochwertigen Grundnahrungsmitteln wie Back- und Teigwaren gefährdet. Sorghumhirse wird als vielversprechende Lösung angesehen, da sie gut mit Trockenheit und extremen Bedingungen zurechtkommt. Diese Aspekte sind Teil eines transnationalen CORNET-Projekts, das durch verschiedene Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Hohenheim, koordiniert wird. food-monitor.de stellt fest, dass die Integration von Sorghum in die europäische Lebensmittelproduktion von zunehmender Bedeutung ist.
Wissenschaftler der EFSA betonen zudem die Auswirkungen des Klimawandels auf die Lebensmittelsicherheit. Hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beeinflussen die Verbreitung von Krankheiten und Schädlingen, die sowohl Nutztier- als auch Pflanzenpopulationen gefährden können. Die Migräne von blutsaugenden Insekten und Vektoren zur Übertragung von Krankheiten ist ein wachsendes Problem, das durch klimatische Veränderungen begünstigt wird. In diesem Zusammenhang untersucht die EFSA auch die möglichen Risiken von Mykotoxinen, die durch zunehmende Temperaturen in der Landwirtschaft auftreten können.efsa.europa.eu
Ausblick auf die Zukunft
Forschungsprojekte wie CLIC sind essenziell, um den Herausforderungen durch den Klimawandel in der Lebensmittelproduktion zu begegnen. Die Bemühungen um die Integration von Sorghum in die Wertschöpfungskette der Europäischen Lebensmittelproduktion könnten ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Ernährungssicherheit sein. Angesichts der komplexen Wechselwirkungen zwischen Klimafaktoren und Lebensmittelsicherheit ist es entscheidend, innovative Ansätze zu verfolgen, um ein nachhaltiges und resilientes Ernährungssystem zu schaffen.