Am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, ereignete sich gegen 12:20 Uhr ein schwerer Unfall auf der Piste „Rote 19“ im Skigebiet Großglockner-Resort Kals/Matrei. Eine 37-jährige Österreicherin wurde von einem unbekannten Snowboarder erfasst, als sie einen Linksschwung in Richtung Pistenrand ausführte. Der Snowboarder fuhr jedoch einfach weiter und setzte seine Fahrt zusammen mit einer etwa vierköpfigen Gruppe fort, ohne sich um die gestürzte Frau zu kümmern. Dies berichtet Dolomitenstadt.
Die verletzte Frau verlor beim Zusammenstoß beide Skier und stürzte zu Boden, woraufhin sie starke Schmerzen verspürte. Trotz der Beschwerden konnte sie selbstständig ins Tal abfahren, bevor sie die Rettung verständigte. Ein Transport ins Bezirkskrankenhaus Lienz folgte, wo sie ambulant behandelt wurde, da die genauen Verletzungen bisher unbekannt sind. Laut den ersten Berichten könnte es sich um Verletzungen unbestimmten Grades handeln, wie auch Osttiroler Bote anmerkt.
Beschreibung des Snowboarders
Die Polizei sucht derzeit nach Hinweisen auf den Snowboarder, der am Unfall beteiligt war. Der Mann wird als etwa 25 bis 30 Jahre alt beschrieben, trägt einen rötlichen Stoppelbart und spricht kein Deutsch. Dies könnte die Identifizierung des Mannes erschweren. Der Snowboarder war Teil einer Gruppe von etwa vier Personen, was die Ermittlungen zusätzlich kompliziert. Dolomitenstadt hat die Bevölkerung aufgerufen, mögliche Zeugen zu melden.
Der Vorfall wirft auch die Frage nach der Sicherheit im Wintersport auf. Laut der Unfallanalyse 2023/2024 der Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) ist ein Anstieg der Verletzungen im alpinen Skisport nach der Pandemie zu verzeichnen. Etwa 46.000 bis 48.000 Skifahrer benötigten medizinische Hilfe, und rund 7.000 verletzten sich so schwer, dass eine stationäre Behandlung erforderlich war. Kollisionen, wie sie bei diesem Vorfall auftraten, machen etwa ein Fünftel aller Unfälle bei Ski- und Snowboardfahrern aus, wie Sicherheit Sport berichtet.
Die SIS betont die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen und erinnert Wintersportler an die FIS-Verhaltensregeln für sicheres Verhalten auf der Piste. Diese enthalten unter anderem Punkte zur Rücksichtnahme auf andere, zur Kontrolle der Geschwindigkeit sowie zur Wahl eines geeigneten Anhaltspunktes bei Stopps.