In Salzburg ist ein 70-jähriger Mann Opfer eines perfiden SMS-Betrugs geworden und hat dabei etwa 23.000 Euro verloren. Der Täter kontaktierte ihn zunächst per SMS und behauptete, dass sein Computer gehackt worden sei. Um dem vermeintlichen Problem zu begegnen, gab sich der Betrüger als Mitarbeiter eines Finanzdienstleisters aus und bot seine Unterstützung an. Verwirrt und besorgt gewährte das Opfer ihm Fernzugriff auf seinen Computer, wodurch der Täter in der Lage war, vier Überweisungen in Höhe von insgesamt 23.000 Euro vorzunehmen, die vom Opfer autorisiert wurden, berichtet exxpress.at.

Ein weiterer ähnlicher Fall ereignete sich am Freitag, als bekannt wurde, dass ein 53-jähriger Mann aus dem Pongau ebenfalls Opfer von Internet-Betrug wurde. Dieser erlitt einen Verlust von rund 67.000 Euro, nachdem auch er Fernzugriff auf seinen Computer ermöglicht hatte. Solche Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, sensibel und vorsichtig im Umgang mit unerwarteten Anfragen zu sein.

Hintergrund zur Betrugsentwicklung

Die Betrugskriminalität hat in den vergangen Jahren ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht, obwohl die Zahlen in Deutschland für 2024 einen leichten Rückgang von 1,5 Prozent auf 743.472 Fälle verzeichnen. Dies stellt den niedrigsten Stand seit Jahren dar und ist ein Rückgang um über 224.000 Fälle (23,2 Prozent) seit 2010. Dennoch gibt es weiterhin ein hohes Aufkommen an Betrugsdelikten, insbesondere im Internet. Laut dem Bericht des BKA wurden 2024 zusätzlich 513.518 Betrugsfälle aus dem Ausland registriert, von denen die Aufklärungsquote bei lediglich 5,1 Prozent liegt (bka.de).

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Callcenter-Betrug, der oft aus dem Ausland, insbesondere aus der Türkei oder Osteuropa, organisiert wird. Die Täter verwenden häufig Methoden wie den „Enkeltrick“ oder „Schockanruf“, indem sie sich als Angehörige oder Amtspersonen ausgeben, um Geld oder Wertsachen zu erlangen. Um dieser wachsenden Bedrohung entgegenzuwirken, arbeiten Polizei und Strafverfolgungsbehörden an angepassten Strategien, und es werden verstärkt Präventionsmaßnahmen durch Informationsveranstaltungen zur Sensibilisierung gefährdeter Gruppen, insbesondere Senioren, ergriffen.

Handlungsempfehlungen für Bürger

Bürger werden dazu ermutigt, besonders misstrauisch zu sein, wenn es um schnelle Geldübergaben geht. Es ist ratsam, Wertgegenstände nicht an Unbekannte weiterzugeben und im Zweifelsfall die eigenen Telefonnummern zu nutzen, um Angehörige oder die Polizei zu kontaktieren. Solche Vorsichtsmaßnahmen können einen erheblichen Beitrag leisten, um sich vor ähnlichen Betrugsversuchen zu schützen und finanzielle Verluste zu vermeiden.