Smartphones sind aus dem Alltag der Österreicher nicht mehr wegzudenken. Eine aktuelle Umfrage von Kleine Zeitung zeigt eindrucksvoll, wie stark diese Geräte die Lebensweise der Menschen beeinflussen. So ersetzen Smartphones im Durchschnitt etwa acht andere Geräte, bei den 16- bis 34-Jährigen sind es sogar fast zehn. Diese Erkenntnis stammt aus einer Befragung von 1.022 Personen, die repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16 Jahren ist und im November 2025 stattfand.

Die Studie hebt zudem hervor, dass rund 60 Prozent der Befragten ihr Smartphone für alltägliche Aufgaben wie Videoaufnahmen, Telefonate und Fotografien verwenden. Unter den 16- bis 34-Jährigen ist der Anteil sogar noch höher. Die Umfrage legt dar, dass insbesondere Personen unter 60 Jahren, höher gebildete Menschen sowie Angehörige höherer sozialer Schichten stärker an die Veränderungen glauben, die Smartphones im Alltag bewirken.

Funktionale Nutzung der Smartphones

Interessant ist auch, dass über die Hälfte der Befragten ihr Handy in der Funktion eines Weckers oder einer gedruckten Straßenkarte nutzen. Während 29 Prozent weiterhin auf einen Wecker und 17 Prozent auf eine Karte zurückgreifen, ersetzt 46 Prozent das Wörterbuch durch das Smartphone und 45 Prozent die GPS-Navigation. Weitere Aussagen der Umfrage belegen, dass 43 Prozent die Mobilgeräte als Taschenrechner verwenden, während viele traditionelle Hilfen, wie etwa ein Papierkalender (40 Prozent) oder handschriftliche Notizen (54 Prozent), nach wie vor Anklang finden.

Die Nutzung von Smartphones als Autoschlüssel, Fernseher oder Buch ist jedoch minimal, da 84 Prozent der Befragten weiterhin einen Autoschlüssel, 79 Prozent einen Fernseher und 73 Prozent ein gedrucktes Buch verwenden. Rund 60 Prozent der Befragten erledigen alltägliche Aufgaben wie Radio hören, Bezahlen oder das Lesen von Zeitungen sogar ohne Smartphone.

Die Smartphone-Landschaft in Österreich

Laut Statista können sich weniger als ein Drittel der Österreicher ein Leben ohne Smartphone vorstellen. Im Durchschnitt wird das Gerät etwa 20 Mal pro Tag auf versäumte Anrufe, neue Nachrichten und andere Status-Updates überprüft. Zudem nutzen über 45 Prozent der Bevölkerung Mobile Shopping, wobei besonders die Altersgruppe 30 bis 39 Jahre hervortritt, bei der über 65 Prozent diese Funktion nutzen.

Beeindruckend ist der Anstieg des mobilen Datenvolumens, welches in Österreich im Jahr 2023 etwa fünf Milliarden Gigabyte betrug, im Vergleich zu lediglich 319 Millionen Gigabyte im Jahr 2015. Dies spiegelt auch die wachsende Bedeutung der Smartphones wider, da fast die Hälfte aller Internetseitenaufrufe zuletzt über mobile Geräte erfolgt ist. Samsung und Apple sind die beliebtesten Handymarken in Österreich.

Globale Trends in der Smartphone-Nutzung

Die Smartphone-Nutzung wächst nicht nur in Österreich, sondern zeigt auch in Deutschland eine ähnliche Tendenz. Laut einer Erhebung von Deloitte gibt fast die Hälfte der Teilnehmer an, ihren Smartphone-Konsum im letzten Jahr als gestiegen wahrzunehmen. Insbesondere 60 Prozent der Befragten nutzen ihre Geräte während der Mahlzeiten, trotz der Erkenntnis, dass ein Großteil ihre Nutzung als zu hoch einschätzt.

Dies zeigt, dass eine kritische Reflexion über die eigene Smartphone-Nutzung zunehmende Bedeutung erlangt, während ein radikaler Verzicht für die meisten jedoch nicht vorstellbar ist. Anbieter sollten sich Gedanken über eine strategische Neuausrichtung ihrer Produkte und Dienstleistungen im Hinblick auf die Qualität und die Integration alternativer Technologien machen, um auch langfristig relevant zu bleiben.