Am 16. Februar 2026 kündigte AJ Ginnis, der Slalom-Spezialist, überraschend seinen Rücktritt vom professionellen Skisport an. Der Athlet, der seit 2020 für Griechenland an den Start geht, gab seine Entscheidung über Instagram bekannt und wird beim anstehenden Olympia-Slalom in Bormio sein letztes Rennen bestreiten. Ginnis war über die Jahre hinweg ein bemerkenswerter Sportler: 2023 sicherte er sich in Courchevel den Titel des Vizeweltmeisters im Slalom.
Die Entscheidung zum Rücktritt fiel nicht leicht, denn Ginnis hatte mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Nach einer Knie-Operation konnte er nahezu die gesamte Saison 2024/25 nicht am Wettkampfgeschehen teilnehmen und trat in der laufenden Weltcup-Saison lediglich in Levi an. Ein Syndesmosebandriss hinderte ihn außerdem am Start beim Gurgl-Slalom. Aufgrund von Komplikationen nach seiner letzten Operation fühlt er sich nicht mehr in der Lage, auf dem erforderlichen Leistungsniveau zu konkurrieren.
Das letzte Rennen und der persönliche Abschluss
Der Olympia-Slalom in Bormio wird für Ginnis nicht nur ein Wettkampf, sondern auch ein persönliches Abschiedsgeschenk. Er plant, das Rennen in vollen Zügen zu genießen und seinen Rücktritt so zu gestalten, wie er es sich wünscht. „Ich werde nicht an meine Leistungsgrenze gehen“, stellte der Athlet klar. In der kommenden Veranstaltung wird er sich auf den Moment konzentrieren, anstatt mit einem hohen Druck zu kämpfen.
In diesen Olympischen Spielen hat das Ski-Alpin-Event jedoch nicht nur positive Geschichten zu erzählen. Lindsey Vonn, eine der bekanntesten Skifahrerinnen, erlitt einen schweren Sturz während der Olympia-Abfahrt in Cortina d’Ampezzo. Nach nur zwölf Fahrsekunden verlor sie die Balance, indem sie an einem Tor hängen blieb, und zog sich eine Fraktur im linken Bein zu. Ihr Sturz führte dazu, dass sie lange liegen blieb und um Hilfe rief, was schließlich ihren Abtransport per Helikopter nach sich zog.
Vonn’s dramatischer Sturz und ihre Genesung
Ärzte in Treviso bestätigten am Abend des 8. Februar 2026 die verletzungsbedingte Diagnose. Am nächsten Tag wurde bekannt, dass Vonn zwei Operationen über sich ergehen lassen musste. Diese Eingriffe durch ein Team aus Orthopäden und plastischen Chirurgen waren notwendig, um schwerwiegenden Komplikationen wie Schwellungen und Durchblutungsstörungen vorzubeugen. Besonders betroffen war der linke Oberschenkelknochen, wo ein Bruch festgestellt wurde. Bei dieser Operation wurde die Stelle mit einer Außenschiene fixiert.
Trotz eines zuvor erlittenen Kreuzbandrisses entschied sich Vonn, an den Winterspielen teilzunehmen. Während ihres Sturzes führte ihre Teamkollegin Breezy Johnson das Rennen an und gewann schließlich die Goldmedaille. Silber ging an die Deutsche Emma Aicher, während die Italienerin Sofia Goggia Bronze holte, nachdem sie zwei Startnummern nach Vonn ins Rennen ging. Familienmitglieder und ehemalige Sportkollegen äußerten sich besorgt darüber, wie Vonn mit diesen Verletzungen umging. Ihr Vater, Alan Kildow, lobte ihre Stärke und Kämpfermentalität, während ihre Schwester, Karin Kildow, die Situation als beängstigend empfand und auf eine schnelle Genesung hoffte.
Die Geschichten von AJ Ginnis und Lindsey Vonn stehen stellvertretend für die Höhen und Tiefen, die Athleten in einem anspruchsvollen Sport erleben. Während Ginnis seinen Abschied feiert, stellt Vonn sich den Herausforderungen einer schweren Verletzung und zeigt einmal mehr, wie unberechenbar der Leistungssport sein kann.
Informationen über Ginnis und seinen Rücktritt finden Sie auf Laola1. Über Lindsey Vonn und ihre Verletzung lesen Sie mehr bei Sportschau.