Am 26. Februar 2026 kam es in der Ankogelsgruppe bei Mallnitz zu einem bedrohlichen Vorfall, als eine Gruppe von vier Skitourengehern eine Schneebrettlawine auslöste. Diese unerfahrene Gruppe, bestehend aus einem Mann und einer Frau sowie zwei weiteren Männern im Alter von 22 Jahren, hatte die Tour von der Bergstation der Ankogelsbahn in Richtung Ankogels begonnen. Laut Klick Kärnten wurde gegen 14:20 Uhr unterhalb der Grauleitenspitze die Lawine fern ausgelöst, als die Gruppe sich im Bereich des Lassa­cher Kees umgedreht hatte und in der Abfahrt war.

Glücklicherweise wurde die Gruppe nicht von den herabstürzenden Schneemassen erfasst. Trotzdem blieben sie an Ort und Stelle und setzten einen Notruf ab. Die Rettungskräfte, darunter ein Polizei­hubschrauber und zwei Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe Spittal an der Drau, bevor sie zurück nach Mallnitz flogen, kamen zügig zur Hilfe. Kurz nach diesem Vorfall wurden zudem weitere Lawinen im Aufstiegs- und Abfahrtsbereich registriert.

Wichtigkeit der Notfallausrüstung

Die Fälle wie dieser unterstreichen die essenzielle Notwendigkeit einer angemessenen Notfallausrüstung bei Skitouren. Laut den Empfehlungen des Alpenvereins sollte jede Gruppe, die ins Gebirge aufbricht, mit einem LVS-Gerät, einer Sonde und einer Schaufel ausgestattet sein. Diese Ausrüstung kann im Notfall entscheidend sein, da die Überlebenschancen einer verschütteten Person in den ersten Minuten über 90 % betragen. Nach 15 Minuten sinken diese Chancen rapide.

Zusätzlich ist es wichtig, regelmäßig Notfallübungen durchzuführen und die Handhabung der Ausrüstung zu trainieren. Ein LVS-Gerät kann Leben retten, indem es das rasche Orten von Verschütteten ermöglicht. Um dessen Effektivität zu gewährleisten, empfiehlt es sich, vor der Tour einen LVS-Check durchzuführen und die Batterien mindestens zu ¾ aufzuladen. Das LVS-Gerät sollte im Sendemodus eng am Körper getragen werden und kann im Notfall in den Suchmodus geschaltet werden, um das Signal anderer Nutzer zu empfangen, wie Ortovox erläutert.

Risikomanagement vor der Tour

Um derartige Notfallsituationen zu vermeiden, sollte vor jeder Skitour eine umfassende Risikobewertung erfolgen. Dazu gehört das gründliche Studieren des Lawinenlageberichts (LLB) und das Erkennen von Gefahrenstellen. Das Messen der Hangneigung, beispielsweise mit einer SnowCard, kann ebenfalls hilfreich sein. Bei Zweifeln ist es ratsam, umzukehren, anstatt unnötige Risiken einzugehen. Das unterstreicht die Notwendigkeit, umfangreiche Sicherheitskenntnisse zu erwerben, die durch einen Lawinenkurs zu Beginn der Wintersport-Karriere sowie durch regelmäßige Auffrischungen der Kenntnisse gesichert werden können.

Unabhängig von den Fähigkeiten eines Skitourengehers, ist es unabdingbar, stets die richtige Ausrüstung dabei zu haben, einschließlich eines Helms, der mechanische Verletzungen, insbesondere Kopfverletzungen, reduzieren kann. Laut dem Alpenverein tragen 45% der Tourengeher einen Helm. Ein Lawinen-Airbag-Rucksack, der die Verschüttung vermeiden oder die Tiefe verringern kann, ist ebenfalls eine nützliche, wenn auch kostspielige Option.

Der Vorfall in Mallnitz zeigt eindrücklich, wie wichtig das richtige Verhalten und die geeignete Ausrüstung im alpinen Gelände sind. Sicherheitsmaßnahmen sollten nie vernachlässigt werden, um das Risiko von Lawinenunfällen zu minimieren und das Vergnügen am Wintersport zu schützen.