Im letzten klassischen Skispringen der Saison in Oslo mussten die österreichischen Skispringerinnen eine deutliche Niederlage hinnehmen. Lisa Eder und Julia Mühlbacher vertraten die rot-weiß-roten Farben, doch die beiden Athletinnen konnten nicht an ihre besten Leistungen anknüpfen. Nach dem ersten Durchgang lag Eder auf Platz acht, fiel im zweiten mit einem Sprung von 109 Metern jedoch auf Rang 20 zurück. Mühlbacher landete direkt vor Eder auf Platz 19. Die Möglichkeit, in den Top Ten zu landen, wurde somit verpasst, wie laola1.at berichtet.
Der Tag gehörte allerdings Yūki Itō aus Japan, die mit ihrem überraschenden Sieg aufhorchen ließ. Ito, die am 10. Mai 1994 in Kamikawa geboren wurde, holte damit ihren zehnten Weltcup-Sieg. Im ersten Durchgang sprang sie 127 Meter, gefolgt von 126,5 Metern im zweiten Durchgang, was ihr eine Gesamtpunktzahl von 225,6 Punkten einbrachte. Sie überholte die zur Halbzeit führende Nozomi Maruyama, die mit 123 und 125 Metern auf 225,1 Punkte kam, um gerade einmal 0,5 Punkte. Platz drei sicherte sich die Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström mit 222,2 Punkten, nachdem sie 122 und 120,5 Meter weit sprang, so skispringen.com.
Dominanz der Norwegerinnen
Insgesamt dominierten norwegische Springerinnen die Top Ten. Eirin Maria Kvandal wurde Vierte, gefolgt von Heidi Dyhre Traaserud und Silje Opseth, die die Plätze sieben und neun einnahmen. Abigail Strate aus Kanada belegte den fünften Platz, während Nika Prevc aus Slowenien die Saison-Dominatorin auf Rang sechs fuhr. Die beste deutsche Springerinnen war Agnes Reisch, die den achten Platz belegt. Ihre Landsfrauen Juliane Seyfarth, Katharina Schmid und Selina Freitag fanden sich hinter ihr wieder auf den Plätzen 12 bis 14.
Julia Mühlbacher und Lisa Eder konnten, wie bereits erwähnt, nicht in den Spitzenplätzen landen und wurden 19. bzw. 20. Die Schweizerin Sina Arnet schloss das Wettbewerbswochenende als 28. ab und konnte somit drei Weltcuppunkte sammeln. Anna Hollandt verpasste mit einem 31. Platz die Finalteilnahme nur knapp, qualifizierte sich jedoch für das Skifliegen in Vikersund, das am nächsten Wochenende stattfinden wird.
Yūki Itōs beeindruckende Karriere
Yūki Itō hat sich seit ihrem Debüt im Skisprung-Weltcup am 4. Februar 2012 als eine der besten Skispringerinnen etabliert. Sie ist seit 2007 Teil des Nationalkaders Japans und arbeitete sich durch zahlreiche Wettkämpfe bis zu zehn Weltcupsiegen im Einzel und weiteren Erfolgen im Team hoch. Ihre persönliche Bestweite von 201,5 Metern, erreicht in Vikersund, ist ein weiteres Zeichen ihres Talents. Bereits im Vorfeld der Saison konnte Ito mit einer Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 2015 sowie bemerkenswerten Platzierungen in den Junioren-Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen aufwarten. Ihr letzter Sieg ereignete sich im Februar 2023 in Willingen.
Für die österreichischen Skispringerinnen stehen nun die letzten Saisonbewerbe in Vikersund und Planica an. Währenddessen wird die internationale Schispringgemeinschaft Yūki Itōs Karriere aufmerksam verfolgen, da sie weiterhin ein fester Bestandteil der Weltspitze bleibt.



