Am 27. Februar 2026 fand am Kulm ein spannender Wettkampftag im Skifliegen statt, der sowohl Begeisterung als auch überraschende Wendungen mit sich brachte. Stefan Kraft, der mit einer schwächeren Leistung in den Wettbewerb startete, stellte sich trotz seiner Qualifikation als 40. mit einem Satz von 188 Metern zu seiner Performance selbstkritisch dar. Seine Unsicherheit entstand nach einem Skiwechsel, die ihm in der ersten Runde zwar das Weiterkommen ermöglichte, jedoch er nicht mit seiner Leistung zufrieden war.
Im Gegensatz dazu brillierte Stephan Embacher, der Tagessieger wurde. Embacher zeichnete sich durch einen beeindruckenden Sprung auf 219 Meter aus und äußerte sich zufrieden über die hohe Qualität des Wettbewerbs. In einem Interview Kleine Zeitung bestätigte er seine Zuversicht, auch in den kommenden Runden erfolgreich zu sein. Seine drei Flüge waren durchweg stark, auch wenn es an einzelnen Stellen kleinere Fehler gab. Der Hauptkonkurrent von Embacher, Domen Prevc, erreichte Platz drei mit bemerkenswerten Leistungen.
Überraschungen und gefallene Favoriten
Daniel Tschofenig, der nach einer Formkrise antrat, überraschte die Zuschauer mit seinem vierten Platz und einer Weite von 212 Metern. Vor 5.200 Zuschauern erklärte Tschofenig, dass er selbst über sein positives Abschneiden erstaunt sei, da er mit großer Nervosität in den Wettkampf ging. Maximilian Ortner folgte ihm auf dem zweiten Platz. Aufsteiger Jonas Schuster, ein talentierter junger Skispringer, erreichte bei seiner Premiere im Skifliegen den respektablen achten Platz und sicherte sich damit wertvolle Erfahrung für die kommenden Wettkämpfe.
Für Manuel Fettner, der mit 40 Jahren und vor heimischem Publikum kämpfte, war der Tag etwas weniger erfreulich. Er konnte sich nicht qualifizieren und wird sich in den kommenden Tagen auf seine letzte Chance konzentrieren, um im Weltcup noch einmal zu glänzen.
Der Kontext des Skifliegens
Skifliegen ist eine faszinierende Disziplin des Skispringens, die auf großen Schanzen ausgeführt wird. Die erste Schanze, die Sprünge über 100 Meter erlaubte, wurde 1934 in Planica errichtet und gilt als der Ursprung dieser Sportart. Heute spielen aerodynamische Aspekte eine größere Rolle als in traditionellen Sprüngen. Der größte Sprung in der Geschichte des Skifliegens wurde 2025 von Domen Prevc mit 254,5 Metern erzielt, während der Vikersundbakken in Norwegen die größte Skiflugschanze der Welt ist.
Obwohl Kraft eine herausfordernde Qualifikation hinter sich hat, bleibt der Wettkampf auf der Skiflugschanze am Kulm ein entscheidender Moment im Weltcupkalender. Die nächste Runde wird zeigen, ob er und andere Athleten sich erholen und ihre besten Leistungen abrufen können. Die zunehmende Konkurrenz und das Niveau im Skifliegen lassen auf spannende Wettkämpfe in den nächsten Tagen hoffen. Weitere Hintergründe zu dieser faszinierenden Sportart finden Interessierte auf Wikipedia.