Der finnische Abfahrer Elian Lehto liegt nach einem schweren Sturz im Abschlusstraining für die Weltcup-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen auf der Intensivstation. Laut oe24.at hat Lehto Verletzungen im Brustbereich und am Unterschenkel erlitten, die jedoch nicht lebensbedrohlich sind. Der Athlet ist bei Bewusstsein und ansprechbar, während sein Zustand intensiv überwacht wird.
Der Vorfall ereignete sich im gefährlichen Streckenabschnitt „Hölle“, als Lehto die Kontrolle über seine Ski verlor und in ein Fangnetz prallte. Begleitet wurde sein Sturz von weiteren Vorfällen. Giovanni Franzoni, der Kitzbühel-Sieger, stürzte ebenfalls, nachdem sich ein Ski gelöst hatte, blieb jedoch unverletzt. Für den französischen Athleten Nils Alphand wird die Situation schwieriger, denn er hat eine Schultereckgelenksprengung erlitten und wird mindestens drei Wochen ausfallen müssen.
Verletzungsursachen im alpinen Wintersport
Sportverletzungen im alpinen Wintersport sind häufig und resultieren oft aus hohen Geschwindigkeiten, wechselnden Wetterbedingungen und dem anspruchsvollen Gelände. Wie orthopaedisch-chirurgische-praxis.de feststellt, sind Stürze, Zusammenstöße und unsachgemäße Technik die häufigsten Ursachen von Verletzungen. Dabei werden insbesondere die Kniegelenke, Schultern, Köpfe, Wirbelsäulen, Hände, Unterschenkel und Füße betroffen.
Ein besonders häufiges Verletzungsbild sind Knieverletzungen, die laut PMC eine relevante Quelle für Verletzungen im alpinen Skisport darstellen. Innenband- und vordere Kreuzbandverletzungen gehören zu den häufigsten und schwerwiegendsten Verletzungsarten in diesem Sport. Die Behandlung solcher Verletzungen erfordert spezialisierte Therapien, und im professionellen Sport können schwere Kombinationsverletzungen auftreten.
Prävention und Rehabilitation
Präventionsmaßnahmen im alpinen Wintersport sind entscheidend, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Dies umfasst unter anderem die richtige Ausrüstung, wie das Tragen von Helmen und gut sitzenden Skischuhen. Auch ein fokussiertes Technik- und Trainingprogramm, welches die Muskulatur stärkt, spielt eine wesentliche Rolle. Aufwärm- und Dehnübungen vor dem Skifahren reduzieren ebenfalls das Verletzungsrisiko, ebenso wie das respektvolle Fahren auf Pisten, die dem eigenen Können angepasst sind.
Bei Verletzungen ist die Erstversorgung entscheidend. Die PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern) sollte umgehend angewendet werden. Die Behandlung variiert je nach Art und Schwere der Verletzung. Physiotherapie zur Wiederherstellung von Kraft und Beweglichkeit ist oft notwendig, und in schwerwiegenden Fällen sind operative Maßnahmen erforderlich. Die Rückkehr zum Sport kann nach entsprechender Rehabilitation erfolgreich erfolgen, wobei etwa 80 Prozent der Sportler nach einer vorderen Kreuzbandruptur in diesen Sport zurückkehren.
Der Umgang mit Verletzungen im alpinen Wintersport erfordert professionelle medizinische Betreuung und präventive Maßnahmen, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten und das Risiko schwerer Verletzungen zu minimieren.