Am 3. Februar 2026 wurde der österreichische Skirennfahrer Franz Klammer auf der Kaiserburg in Bad Kleinkirchheim geehrt. Diese Ehrung fand fast genau 50 Jahre nach seinem legendären Olympiasieg in der Abfahrt bei den Winterspielen 1976 in Innsbruck statt. Klammer, der am 3. Dezember 1953 in Mooswald geboren wurde und für den WSV Unterdrautal startet, gilt als eine der bedeutendsten Figuren in der österreichischen Sportgeschichte. Sein Triumph von 1976 wird als einer der größten Momente im österreichischen Wintersport angesehen und hat bis heute eine nachhaltige Wirkung auf die Region.

Die Zeremonie begann vor Sonnenaufgang und zog zahlreiche Weggefährten, Funktionäre und Freunde an. Neben dem Olympiasieger Matthias Mayer und dem ehemaligen Skirennfahrer Fritz Strobl empfing die Kirchheimer Bauernmusik Klammer feierlich. Klaus Ehrenbrandtner von Kärnten Werbung bezeichnete Klammer als „Sportikone“ und hob seine inspirierende Rolle für den Skisport hervor. Christian Stattmann von der Tourismusregion Millstätter See unterstrich Klammer’s Authentizität und bezeichnete ihn als Symbol für sportliche Exzellenz in der Region.

Ehrungen und Erinnerungen

Bürgermeister Matthias Krenn betonte Klammer’s immense Bedeutung für Bad Kleinkirchheim sowie seine Rolle als Ehrenbürger der Gemeinde. Dieter Mörtl, Präsident des Kärntner Landes-Skiverbandes, erinnerte an die nachhaltige Wirkung von Klammer’s Olympiasieg, der nicht nur ihn selbst, sondern auch den alpinen Skirennsport in Österreich geprägt hat. Die Veranstaltung zeigt die enge Verbindung zwischen Sport, Tourismus und Tradition in Kärnten.

Während der Ehrung erhielt Klammer einen Lorbeerkranz und konnte sich über eine neue Skulptur des Künstlers Egon Gruber freuen, die auf dem neu gestalteten Dorfplatz an ihn erinnert. Ein QR-Code an der Skulptur ermöglicht es Gästen, Klammer persönlich zu begrüßen, was eine moderne Ergänzung zu den ehrwürdigen Traditionen der Region darstellt.

Karriere und Vermächtnis

Franz Klammer ist bekannt für seine beeindruckende Karriere, die 1972 mit seinem Weltcupdebüt begann. Er gewann insgesamt 26 Weltcupsiege, darunter 25 in der Abfahrt und einen in der Kombination. Während seiner Karriere konnte er vier Mal den Abfahrts-Gesamtweltcup für sich entscheiden und hat mit seinen 25 Siegen in der Abfahrt nicht nur Rekorde gebrochen, sondern auch Generationen von Skifahrern inspiriert. Seine Erfolge sollen auch in zukünftigen Kooperationsprojekten zur Förderung des Skifahrens in Kärnten sichtbar werden.

Nach seinem Rücktritt vom Skirennsport im Jahr 1985 engagierte sich Klammer unter anderem als Sportkoordinator und betrieb ein Engagement in der Modebranche. Darüber hinaus gründete er die Klammer Foundation zur Unterstützung verletzter Sportler. Mittlerweile ist er auch aktiver Golfspieler und lässt in regelmäßigen Glossen seine Erfahrungen im alpinen Skiweltcup einfließen.

Die Ehrung von Klammer verdeutlicht nicht nur die Wertschätzung über Jahrzehnte, sondern stellt auch eine Hommage an seine Verdienste dar, die weit über den Sport hinausreichen. Kärnten feiert so eine lebendige Verbindung zwischen Tradition, Sport und der Idylle der Berge, die Klammer durch seinen unermüdlichen Einsatz formte und die weiterhin inspirierend für viele bleibt.

Für weitere Informationen zu diesem Event und Franz Klammer, besuchen Sie Klick Kärnten und Sport Aktiv, sowie den Wikipedia-Artikel über Franz Klammer.