Die britische Monarchie steht vor einem geschichtsträchtigen Moment. Ex-Prinz Andrew, einst Mitglied der Königsfamilie, ist der erste hochrangige Royal in der modernen Geschichte, der am 19. Februar 2026 festgenommen wurde. Diese Festnahme fand in seinem Wohnsitz Wood Farm auf dem Sandringham-Anwesen in Norfolk statt und ereignete sich kurz nach 8 Uhr an seinem 66. Geburtstag. Andrew wurde wegen des Verdachts auf Missbrauch öffentlicher Ämter festgenommen, eine Entwicklung, die als tiefgreifender Rückschlag für die Monarchie angesehen wird. Exxpress berichtet, dass die Festnahme auf die Veröffentlichung von Millionen von Seiten zu Jeffrey Epstein zurückzuführen ist, die tiefere Verwicklungen von Andrew in die Skandale um Epstein suggerieren.
Der Vorfall hat nicht nur persönliche Folgen für Andrew, der bereits alle seine Titel, militärischen Ränge und Ehren verloren hat, sondern auch für die gesamte Königsfamilie. König Charles III. hat sich vor Monaten von seinem Bruder distanziert und betont, dass das Gesetz seinen Lauf nehmen muss. Er plante, die Polizei bei den Ermittlungen zu unterstützen. Adelsexperten wie Alastair Bruce bezeichnen diesen Schritt als einen der schlimmsten, die der Krone passieren konnten, und Jennie Bond spricht von einem „schlimmsten Alptraum“ für die Königsfamilie. Newsweek ergänzt, dass Andrew in der Vergangenheit durch seine Assoziation mit Epstein erhebliche Reputationsschäden erlitten hat, was zu einem außergerichtlichen Vergleich im Jahr 2022 mit Virginia Giuffre führte.
Ein schwieriges Erbe
Historisch betrachtet ist Andrew nicht der erste Royal, der festgenommen wurde, aber sein Fall bildet einen drastischen Bruch mit den Traditionen der Monarchie. Die letzte bekannte Verhaftung eines britischen Royals fand im Jahr 1647 statt, als König Karl I. festgenommen wurde. Er wurde zwei Jahre später hingerichtet. Die letzte royalen Festnahme vor Andrew war die von Elizabeth Tudor, die 1554 für zwei Monate inhaftiert wurde. Independent führt die beispiellosen Auswirkungen dieser Festnahme auf die Geschichte der britischen Royals an und berichtet über die nachfolgenden Reaktionen. Angesichts der Schwere der Anschuldigungen ist es ungewiss, wie lange die Royals benötigen werden, um sich von diesem Rückschlag zu erholen.
Mit der Verhaftung Andrew Mountbatten-Windsors fallen erneut die Schatten vergangener Krisen auf die Monarchie. König Charles hat die Entscheidung getroffen, Andrew von den königlichen Verpflichtungen fernzuhalten, um mögliche weitere Skandale zu vermeiden. Eine ähnliche entscheidende Phase für die Königsfamilie gab es 1917, als der Titel vieler Royals während des Ersten Weltkriegs aberkannt wurde, weil sie auf Seite Deutschlands standen. Diese historischen Parallelen zeigen die Fragilität der Institution Monarchie im Licht von persönlichen Skandalen.
Der Blick in die Zukunft
Die Festnahme von Andrew wirft eine Vielzahl von Fragen auf, sowohl bezüglich seiner persönlichen Verantwortung als auch hinsichtlich der zukünftigen Stabilität der britischen Monarchie. Peter Hunt, ein Adelsexperte, beschreibt die Situation als seismisch, was bedeutet, dass alle hochrangigen Royals nun gezwungen sind, sich den Fragen und dem Interesse der Öffentlichkeit zu stellen. Dies könnte die Monarchie weiter unter Druck setzen, insbesondere da das Vertrauen der Öffentlichkeit in die institutionellen Werte und die Integrität des königlichen Hauses auf dem Spiel stehen.
Die britische Monarchie hat im Laufe der Jahre viele Skandale überstanden, doch die aktuelle Lage könnte eine der größten Herausforderungen ihrer Geschichte darstellen. Die kommenden Wochen und Monate werden entscheidend dafür sein, wie sich die Royals von dieser ernsten Krise erholen und welche Maßnahmen sie ergreifen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.