In Penzing, einem Stadtteil von Wien, leben zahlreiche Japanwachteln unter fragwürdigen Haltungsbedingungen. Dies wird durch eine Razzia vor zwei Wochen deutlich, bei der die Stadt Wien hinzuzufügte, dass keine nennenswerten Verbesserungen für die Tiere erzielt werden konnten. Die Käfige, in denen die Wachteln verwahrt werden, wiesen gravierende Hygieneprobleme auf. Die Tiere wurden während des Einsatzes auf den Boden umgesiedelt, was von der MA60, der zuständigen Veterinärbehörde, als „Bodenhaltung mit sauberer Einstreu“ deklariert wurde.

Obgleich die MA60 bestätigt hat, dass die Haltungsbedingungen gesetzlich überprüft wurden und den Vorschriften entsprechen, sind Anwohner und Tierschutzorganisationen fassungslos. Die Rückmeldungen zu den Zuständen sind besorgniserregend, und die Kritik an den mangelnden Konsequenzen nimmt zu. Ein besorgniserregendes Bild, das die Japanwachteln in überfüllten Kästen zeigt, sorgte für weitere Aufregung, nachdem die Hunde-Such-Hilfe Austria es verbreitet hat.MeinBezirk berichtet, dass die MA60 die Vorwürfe kennt und einen Lokalaugenschein plant.

Unzureichende Haltungsbedingungen

Tierschutzorganisationen äußern massive Bedenken hinsichtlich der Haltungsstandards. Stephan Scheidl von Tierschutz Austria hat bestätigt, dass die Wachteln nicht nach den geltenden gesetzlichen Vorgaben gehalten werden. Insbesondere wird die Mindeststallhöhe von 40 cm nicht eingehalten, was gegen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung verstößt.Das allgemeine Tierschutzgesetz sowie weitere relevante Vorschriften sollten sicherstellen, dass die Tiere artgerecht untergebracht sind.

Der zuständige Amtstierarzt wird bald die endgültige Beurteilung vornehmen. Der Tierhalter hat zwei Optionen: entweder die Haltungsbedingungen erheblich zu verbessern oder die Tiere abzugeben. Tierschutz Austria hat bereits angeboten, die Wachteln zu übernehmen. Die Behörde steht im ständigen Austausch mit dem Tierhalter und plant weitere Kontrollen.

Reaktionen der Anwohner

Die Anwohner sind über die Situation der Wachteln entsetzt und fordern dringend bessere Bedingungen. Diese Negativwahrnehmung wird durch die verschmutzten Käfige und die unhygienischen Lebensumstände verstärkt. Die Bevölkerung wird zudem aufgerufen, Verdachtsfälle zu melden, um den Tierschutz aktiv zu unterstützen. Hinweise können unter der Telefonnummer 01/699 24 50 gemeldet werden, während die Hunde-Such-Hilfe Austria unter 0664/9113540 erreichbar ist.

Ob die angekündigten Maßnahmen der MA60 tatsächlich zu Verbesserungen führen werden, bleibt abzuwarten. Für die Japanwachteln und deren Haltungsbedingungen könnte sich jedoch bald etwas ändern. Die Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen, und die Behörde hat versichert, dass sie Hinweise auf mögliche Verstöße ernst nimmt und priorisiert bearbeitet.