Der SK Austria Klagenfurt steht vor einer entscheidenden Zukunft, nachdem das Landesgericht Klagenfurt am 6. Februar 2026 ein Konkursverfahren eröffnet hat. Trotz dieser schwierigen Situation haben die Verantwortlichen des Vereins entschieden, gegen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens keinen Rekurs einzulegen. Geschäftsführer Zeljko Karajica betont, dass ein Rechtsmittelverfahren viele Unsicherheiten mit sich bringen würde, die die Planungssicherheit des Klubs gefährden könnten. Stattdessen soll nun eine strukturierte Sanierung umgesetzt werden, um die Zukunft des Vereins zu sichern.
Der Spiel- und Geschäftsbetrieb des SK Austria Klagenfurt bleibt vollumfänglich aufrechterhalten. Dies betrifft auch den sportlichen Bereich, wo der Verein seinen Spielbetrieb in der 2. Liga fortführen wird. Die kommende Saison in der Regionalliga wird bereits frühzeitig vorbereitet, mit dem klaren Ziel, den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga zu erreichen. „Das Gerüst der neuen Mannschaft sollen eigene Talente bilden“, fügt Karajica hinzu.
Insolvenzdetails und Gläubigermanagement
Das Insolvenzverfahren wird von Insolvenzverwalter Mag. Michael Pontasch-Müller geleitet, der die Abwicklung übernimmt. Hierzu zählen Gerichtstermine, die Wahrnehmung von außergerichtlichen Terminen sowie die laufende Berichterstattung über den Stand des Verfahrens. Dies ist besonders wichtig, da der SK Austria Klagenfurt aktuell laufenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Gläubiger haben bis zum 16. März 2026 Zeit, ihre Forderungen anzumelden.
| Verfahrensdaten |
|---|
| Geschäftsnummer: 41 S 11/26d |
| Gericht: Landesgericht Klagenfurt |
| Antrag: Gläubigerantrag |
| Prüfungstagsatzung: 31.03.2026, 10:30 Uhr |
| Gläubigerversammlung: 31.03.2026, 10:30 Uhr |
Das Verfahren umfasst eine intensive Überprüfung der Insolvenzursachen und Vermögensverhältnisse des Vereins. Bei Fragen oder zur Anmeldung von Forderungen können Gläubiger Mag. Dr. Beatrix Jernej unter 05 04 1000 oder via E-Mail an gst-kaernten@akveuropa.at kontaktieren.
Sportliche Perspektiven und Sponsoring
Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleibt der SK Austria Klagenfurt optimistisch. Alle Nachwuchsmannschaften, die Inklusionsmannschaft und die Frauenmannschaft setzen ihren Spielbetrieb zu 100 Prozent fort, ohne dass Einschränkungen geplant sind. In diesem Zusammenhang sichert TGI als neuer Hauptsponsor die Finanzierung bis zum Ende der laufenden Saison und plant, auch nach Abschluss der Sanierung dem Verein treu zu bleiben.
Helmut Kaltenegger wird zukünftig die Rolle des Präsidenten übernehmen und gemeinsam mit den Gremien des Klubs die Entfaltung des strukturierten Sanierungsprozesses und der sportlichen Neuausrichtung gestalten. Diese Schritte sind entscheidend, um eine langfristige Stabilität für den SK Austria Klagenfurt zu gewährleisten.
Die aktuelle Situation verdeutlicht die Wichtigkeit einer rechtzeitigen Kontaktaufnahme bei finanziellen Problemen, wie sie auch auf sportsanierung.de angeführt ist. Eine frühzeitige Intervention erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung erheblich.