Simon Eder, einer der erfolgreichsten Biathleten Österreichs, beendet nach über zwei Jahrzehnten im Weltcup seine Karriere. Der 43-Jährige wird seine letzten Wettkämpfe beim Weltcupfinale in Oslo bestreiten. Mit seinem Rücktritt markiert Eder das Ende einer Ära für den österreichischen Biathlon, da er der letzte aktive Teilnehmer aus der „goldenen Generation“ des ÖSV ist, die zwischen 2009 und 2017 zahlreiche Erfolge feierte. In dieser Zeit gewann Eder unter anderem zwei Medaillen bei Olympischen Spielen sowie bei Weltmeisterschaften. Seine bedeutendste Auszeichnung war die Bronzemedaille im Massenstart bei der Heim-Weltmeisterschaft 2017 in Hochfilzen.

Eder blickt auf eine eindrucksvolle Karriere zurück. Bereits als Kind bereitete er sich systematisch auf seine Biathlon-Laufbahn vor. Trotz gesundheitlicher Herausforderungen und Übertraining hielt er durch und erkämpfte sich einen Platz unter den besten Biathleten der Welt. Er erzielte auch den Weltrekord für die meisten Rennen ohne Fehlschuss und debütierte 2004 im Weltcup, wo er sich bis auf Platz 31 im Gesamtweltcup hocharbeitete. Sein Vater, Alfred Eder, war ein entscheidender Mentor in seiner Karriere und trug maßgeblich zu seiner Treffsicherheit bei. Der Rücktritt war für Eder zu 90 Prozent schon länger fest, schließlich traf er die endgültige Entscheidung in Oslo, wo er glaubt, der Holmenkollen sei der perfekte Rahmen für sein Karriereende.

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Der Blick nach vorne

Simon Eder plant bereits seine Zukunft im Biathlon. Er wird eine Trainerausbildung absolvieren und möchte dem Sport, den er so liebt, in einer neuen Rolle erhalten bleiben. Dabei ist ihm die Erlernung des Trainerjobs von Grund auf wichtig; er strebt nicht an, sofort im Weltcup aktiv zu sein. Zudem betont er die Bedeutung eines guten Umfelds und äußert den Wunsch, den österreichischen Biathlon wieder an die Spitze zu führen.

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Im Schatten von Eder gibt es noch eine weitere bedeutende Meldung aus der Welt des Biathlons. Auch Lisa Hauser beendet nach der laufenden Saison ihre Karriere. Die 28-Jährige wird am Wochenende in Oslo, Norwegen, ihren letzten Wettkampf bestreiten. Hauser, die erste Biathlon-Weltmeisterin aus Österreich, wird von den vielen Erfolgen ihrer Laufbahn, darunter der WM-Titel im Massenstart 2021, in Erinnerung bleiben. Ihre Karriere war gekennzeichnet durch vier WM-Medaillen und sechs Weltcupsiege. Wie Eder fand auch sie, dass der Biathlonsport in den letzten Jahren viel Energie gekostet hat, und hat ihre Lebensprioritäten neu gesetzt. Ihre Ankündigung wurde am Mittwoch durch den Österreichischen Skiverband (ÖSV) veröffentlicht.

Die Entwicklungen rund um Eder und Hauser werfen einen Schatten auf die nächste Herausforderung für den österreichischen Biathlon. Die nächste Weltmeisterschaft findet 2028 in Hochfilzen statt, wo sich das Land auf die Nachfolgegeneration vorbereiten muss, um an die Erfolge der vergangenen Jahre anzuknüpfen.