Selina Idl, 23 Jahre alt, hat sich mit viel Engagement und Leidenschaft der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) verschrieben. Diese Institution, die seit ihrer Gründung im Jahr 1884 nach französischem Vorbild arbeitet, ist eine Dienststelle des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft und spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz vor Naturgefahren in Österreich. [Bauernzeitung] berichtet, dass die WLV im Bereich der Gefahrenzonenplanung und dem nachhaltigen Schutz vor Erosion, Lawinen und Wildbächen tätig ist.

Selina, die in ihrer Kindheit auf dem Hof ihres Onkels in Gaimberg half, wusste früh, dass sie einen Beruf in der Natur anstreben wollte. Bereits mit 14 Jahren besuchte sie die Försterschule in Bruck an der Mur. Nach dem Abschluss der Matura kehrte sie 2023 in ihre Heimat zurück und trat bei der WLV in den Dienst. Ihr Verantwortungsbereich umfasst die Erhaltung und Wiederherstellung der Schutzwälder in Osttirol, was eine bedeutende Aufgabe darstellt. [Dolomitenstadt] stellt heraus, dass sie mittlerweile große Verantwortung in ihrem Job trägt und Pläne für die Naturkonservierung konzipiert.

Die Herausforderungen der Wildbach- und Lawinenverbauung

Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung vor Naturgefahren zu schützen. Jährliche Investitionen in Höhe von rund 175 Millionen Euro ermöglichen es, die Sicherheit in von Gefahren bedrohten Gebieten zu verbessern. Mehr als 170.000 Liegenschaften sind in den Gefahrenzonen von insgesamt 1.400 Gemeinden verzeichnet. Von den 2.092 Gemeinden in Österreich benötigen 1.433 Gefahrenzonenpläne, um eine effektive Risk Management-Strategie zu gewährleisten, die auch im Rahmen der Strategie „Wildbach 2025“ adressiert wird. Diese Strategie beschäftigt sich unter anderem mit dem Klimawandel und der Digitalisierung. [Naturgefahren] erläutert die wesentlichen Aufgaben der WLV, darunter die Bewusstseinsbildung für Naturgefahren, sowie die Umsetzung und Erhaltung geplanter Schutzsysteme.

Selina erklärt, dass sowohl ihre Arbeit als auch ihre Leidenschaft zum Jagd-Hobby oft von Männern dominiert sind. Doch durch die Unterstützung ihrer erfahrenen Kollegen hat sie an Selbstvertrauen gewonnen und ermutigt junge Frauen, ihren Leidenschaften nachzugehen. „Das was einem wirklich Spaß macht, das macht man auch gut!“, ist ihr wertvoller Rat an die nächste Generation.

Ein Leben für die Natur

In ihrer Freizeit genießt Selina die Natur in vollen Zügen: sie geht wandern, skifahren und ist eine leidenschaftliche Jägerin. Ihre Faszination für die Natur und das Beobachten von Wild prägen ihren Lebensstil. Zudem hat Selina 2023 als Model für den Jungbauernkalender gearbeitet, wo sie Erfahrungen aus ihrer Tätigkeit in der Natur mit einem breiten Publikum teilen konnte.

Im Dolo-Talk-Gespräch geht Selina auf Themen wie den Borkenkäfer und die Herausforderungen, die der Wald der Zukunft mit sich bringt, ein. Ihr Engagement sowohl in der WLV als auch in ihrem persönlichen Leben verdeutlicht, wie wichtig ein aktives und verantwortungsbewusstes Handeln im Einklang mit der Natur ist. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, dass es möglich ist, eine Karriere in einem traditionell männlich dominierten Bereich erfolgreich zu gestalten und dabei die eigene Leidenschaft nicht aus den Augen zu verlieren. [Dolomitenstadt] berichtet umfassend über Selinas spannende Karriere und ihre Ansichten zur Natur.