In Österreich wurde ein wichtiger Schritt für die rund 18.000 Beschäftigten der Seilbahnwirtschaft gemacht. Die Kollektivvertragsverhandlungen, unter der Leitung von Andreas Hochwimmer vom Verhandlungsteam der Gewerkschaft vida, wurden erfolgreich abgeschlossen. Laut 5min erhalten die Angestellten ab dem 1. Mai 2026 eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 3,57 Prozent auf die Kollektivvertrag-Löhne.
Mit der neuen Regelung steigt der Einstiegslohn auf 2.218 Euro brutto pro Monat. Lehrlinge profitieren ebenfalls von diesem KV-Abschluss, der ihnen ein Plus von 3,74 Prozent sichert. Der Fokus dieser Verhandlungen war es, vor allem Angestellte mit niedrigem Einkommen und Lehrlinge zu unterstützen, was von Kajetan Uriach, dem Landesgeschäftsführer von vida Salzburg, unterstrichen wurde. Er betonte die immense Bedeutung gut ausgebildeter Lehrlinge für die Branche.
Details zur Lohnerhöhung
Die neuen Regelungen sind für den Zeitraum vom 1. Mai 2026 bis zum 30. April 2027 gültig. Neben den Gehaltserhöhungen wurde auch eine neue Zulage für die Sommersaison von Mai bis Oktober vereinbart. In der Branche arbeiten rund 17.500 Beschäftigte in 250 Seilbahnunternehmen, die wichtige Arbeitsplätze in den Tourismusregionen sichern. Die Sozialpartnerschaft in der Seilbahnwirtschaft wird als stabil beschrieben, was für die Zukunft der Branche von großer Bedeutung ist.
Die Lohnerhöhungen in der Seilbahnwirtschaft werden in einem internationalen Vergleich als moderat angesehen, was die Wettbewerbsfähigkeit der Branche nicht gefährdet. Gleichzeitig warnen Arbeitgeber vor den Herausforderungen, die durch die steigenden Personalkosten sowie durch erhöhte Energie- und Investitionskosten entstehen können. Effizienzsteigerungen und moderate Preisanpassungen in den kommenden Saisonen sind daher denkbar.
Erweiterte Lohnanpassungen in anderen Branchen
Die Entwicklungen in der Seilbahnwirtschaft stehen nicht isoliert. Auch in anderen Branchen sind Lohnanpassungen im Gange. So steigen, wie ÖGB berichtet, die Mindestlöhne in der Glasindustrie um 2,65 Prozent sowie in der privaten Kinderbildung um bis zu 4 Prozent. Diese Erhöhungen sind Teil eines größeren Trends, der zahlreiche Sektoren betrifft und darauf abzielt, die Kaufkraft der Arbeitnehmer zu erhöhen.
In der Gastronomie und Hotellerie, beispielsweise, wird der Mindestlohn erstmals die 2.000-Euro-Marke überschreiten. Auch im Bauwesen sowie in der IT-Branche sind ähnliche Lohnerhöhungen anzutreffen. Dies verdeutlicht den Druck auf Arbeitgeber, wettbewerbsfähige Löhne anzubieten, um qualifizierte Kräfte zu halten.
Insgesamt zieht die Lohnerhöhung in der Seilbahnwirtschaft sowohl positive als auch herausfordernde Reaktionen nach sich, die die künftige Entwicklung des Arbeitsmarktes in Österreich maßgeblich beeinflussen werden.






