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In Wien-Alsergrund kam es heute zu einem schweren Arbeitsunfall, der einen großangelegten Einsatz von Feuerwehr, Polizei und medizinischen Rettungskräften zur Folge hatte. Laut Angaben von 5min.at sind hunderte Einsatzkräfte vor Ort, um die Situation zu bewältigen.

Ein Gerüst stürzte im Innenhof eines Altbaus ein, wodurch auch große Betonteile zu Boden fielen. Martin Hofbauer, der Presseoffizier der Berufsfeuerwehr Wien, bestätigte, dass die Suche nach möglichen Verletzten momentan auf Hochtouren läuft. Teilweise müssen die Trümmer händisch beiseite geschafft werden, um die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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Verletzter Arbeiter in kritischem Zustand

Bei dem Einsatz wurde ein 45-jähriger Arbeiter schwer verletzt geborgen. Er erlitt umfassende Verletzungen am gesamten Körper, insbesondere im Kopf-, Wirbelsäulen- und Arm-/Handbereich und wurde umgehend in einen Schockraum gebracht. Die medizinische Versorgung erfolgte unmittelbar vor Ort und wurde von den Einsatzkräften, darunter auch Sanitäter der Berufsrettung, sichergestellt. Dutzende Schaulustige, darunter Schüler der französischen Schule „Lycée français de Vienne“, verfolgten den Einsatz und sorgten für zusätzliche Ablenkung im bereits hektischen Umfeld.

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Die Unfallstelle in der Porzellangasse wurde großräumig abgesperrt. Die Kreuzungen Liechtensteinstraße/Thurngasse, Porzellangasse/Grünentorgasse sowie der Bereich rund um den Bauernfeldplatz sind nicht zugänglich. Autofahrer wird empfohlen, das Gebiet zu umfahren, da bereits Staus und Verkehrschaos zu verzeichnen sind.

Häufigkeit von Arbeitsunfällen auf Baustellen

Die Tragik dieses Unfalls wirft ein Licht auf die generellen Gefahren im Bauwesen. Laut iag-mainz.de geschehen jährlich in Deutschland über 700.000 Arbeitsunfälle. Besonders auf Baustellen sind diese Unfälle häufig; 14 % aller Arbeitsunfälle ereignen sich dort, was bedeutet, dass rund jeder siebte Arbeitsunfall in diesem Sektor passiert. Die Wahrscheinlichkeit für einen tödlichen Unfall im Baugewerbe ist 5,6-mal höher als in anderen Bereichen.

Im Jahr 2011 wurden in Deutschland allein über 135.000 Baustellenunfälle gemeldet, und auch wenn diese Zahl seitdem leicht gesunken ist, sind die Risiken nach wie vor erheblich. Die häufigsten Unfallursachen beinhalten den Kontakt mit Gegenständen sowie Abstürze, die für 43 % der tödlichen Unfälle verantwortlich sind. Technische und organisatorische Maßnahmen sind essenziell, um solche Unfälle zu verhindern und die Sicherheit auf Baustellen zu erhöhen.

Die heutige Situation in Wien-Alsergrund ist ein trauriges Beispiel für die Risiken, die in der Bauwirtschaft bestehen. Alle Arbeiten werden weiterhin beobachtet und die Einsatzkräfte sind entschlossen, die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung und Aufräumung schnellstmöglich umzusetzen.