Am 21. Februar wird weltweit der Welttag der Schuppentiere gefeiert. Der Naturschutzbund nimmt dies zum Anlass, um das Bewusstsein für heimische Schuppenkriechtiere zu schärfen und deren Lebensräume zu thematisieren. In Österreich sind insgesamt 14 Arten der Schuppenkriechtiere (Squamata) beheimatet, darunter die häufig anzutreffenden Ringelnattern sowie verschiedene Eidechsenarten. Im Gegensatz dazu kommen exotische Pangoline, die als Schuppentiere gelten, nicht in freier Wildbahn vor und sind stark vom illegalen Handel betroffen. Dies berichtet Dolomitenstadt.
Schuppentiere, auch bekannt als Pangoline, leben in den Tropen und orientieren sich bei ihrer Ernährung vor allem an Termiten und Ameisen. Sie besitzen keine Zähne und rollen sich bei Gefahr zu einer schützenden Kugel. Jährlich werden Schätzungen zufolge mindestens 100.000 Pangoline illegal gefangen – in Wirklichkeit sind es vermutlich weitaus mehr. Hauptabnehmerländer wie Vietnam und China benutzen Pangolinprodukte sowohl als Delikatesse als auch als Heilmittel. Die IUCN stuft das Malaiische und Chinesische Schuppentier als „vom Aussterben bedroht“ ein, wobei in dem Zusammenhang ein absolutes Handelsverbot angestrebt wird, das nicht von allen Ländern unterstützt wird. Dies geht aus einem Bericht von GEO hervor.
Einschätzung der Gefährdung heimischer Reptilien
Die Situation für heimische Reptilien ist gleichermaßen bedenklich. Diese Tiere sind für das Ökosystem von großer Bedeutung, da sie zur Kontrolle der Ausbreitung bestimmter Arten beitragen und selbst als Nahrungsquelle für Greifvögel dienen. Während einige Arten, wie die Ringelnatter, als Generalisten gelten, sind andere, wie die Hornotter, stark auf spezifische Lebensräume angewiesen. In Österreich sind zahlreiche Reptilienarten gefährdet: Die europäische Hornotter gilt als vom Aussterben bedroht, während die Mauereidechse und die Würfelnatter stark gefährdet sind. So benennt Naturschutzbund die Hauptursachen für diese Gefährdung im Verlust von Nutzenflächen, Zersiedelung und Verwaldung.
Um einen Beitrag zum Schutz der Reptilien zu leisten, sind naturnahe Gartenanlagen essenziell. Der Verzicht auf Pestizide und chemische Dünger sowie die Schaffung von Versteckmöglichkeiten in Form von Hecken, Laubhaufen oder Trockenmauern fördern ein habitatfreundliches Umfeld. Auch die Dokumentation von Sichtungen spielt eine wichtige Rolle. Der Naturschutzbund ruft alle Bürger dazu auf, ihre Beobachtungen über Plattformen wie www.naturbeobachtung.at zu melden.
Handlungsbedarf für den Erhalt
Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Gefährdung heimischer Reptilien zu bekämpfen. Der Verlust von Lebensräumen und die Fragmentierung dieser Ökosysteme haben bereits dazu geführt, dass die Wiesenotter aus Österreich verschwunden ist. Schutzherrschaften von Freiwilligen und Organisationen zielen darauf ab, diese Arten zu erhalten und ihre Lebensräume zu schützen. Geplante Aktionen, wie Vorträge und Exkursionen, sollen die Bevölkerung informieren und sensibilisieren, wobei das Projekt „Reptilien kennen, melden und schützen“ dabei besonders hervorsticht.
In Anbetracht der Tatsache, dass 19% der weltweiten Reptilienarten bedroht sind, ist es unerlässlich, dass die Gesellschaft ein aktives Interesse an ihrem Schutz zeigt und sich für die Erhaltung dieser faszinierenden Tiere einsetzt.