Am 22. Februar 2026 betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Bedeutung digitaler Kompetenzen als Schlüsselressource für die Zukunft Österreichs. Diese Ansage erfolgt im Kontext einer wachsenden Initiative zur Förderung digitaler Medienbildung, die am gleichen Tag ins Leben gerufen wurde. Im Oktober 2025 unterzeichneten das Verteidigungsministerium und das ecoplus Haus der Digitalisierung eine Kooperationsvereinbarung, um die Cybersicherheit und digitale Widerstandsfähigkeit zu stärken. Der Austausch zwischen den beiden Institutionen soll intensiviert und dauerhaft verankert werden.
Eine zentrale Maßnahme dieser Kooperation ist die Schulroadshow mit dem Titel „Wer lenkt die Likes?“, die am 24. Februar 2026 an der HLW Amstetten ihren Auftakt hat. Weitere Stopps der Roadshow sind am 26. Februar 2026 an der HAK Horn und am 17. März 2026 an der HTL Wiener Neustadt. Die Initiative verfolgt das Ziel, jungen Menschen ein Bewusstsein für Manipulation im Internet zu vermitteln und ihnen die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen von Informationen zu vermitteln.
Förderung digitaler Kompetenzen
Die Schulroadshow behandelt wichtige Themen, die den Alltag junger Leute beeinflussen, wie die Entstehung von Trends und die Beeinflussung von Reichweiten in sozialen Medien. Diese Themen sind Teil eines umfassenden Ansatzes zur Stärkung der Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern in Österreich. Dabei werden Grundlagen zu Social Media, Desinformation und Cybersicherheit vermittelt.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner hebt die Bedeutung von Aufklärung im Cyberraum für die nationale Sicherheit hervor. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister ergänzt, dass es notwendig sei, Schülerinnen und Schülern ein fundiertes Verständnis für digitale Prozesse zu geben. Diese Auffassungen decken sich mit den Erkenntnissen von grenzenlos-digital.org, die digitale Kompetenzen als entscheidend für gesellschaftliche Teilhabe und beruflichen Erfolg beschreiben.
Kritisches Denken im digitalen Zeitalter
In der aktuellen Bildungsdiskussion spielt auch der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) eine zentrale Rolle. Laut den Analysen bpb.de sollten Bildungseinrichtungen und Lehrer darauf abzielen, kritisches Denken im Handlungsfeld KI zu fördern. Unsicherheiten bezüglich der Werte, die in KI integriert werden sollten, und die Herausforderung, alternative Perspektiven in die digitale Bildung einzubeziehen, sind dabei wesentliche Punkte.
Das AIComp-Future Skills Modell von NextEducation identifiziert relevante Kompetenzen im Bereich KI, während der Europäische Referenzrahmen DigComp sieben zentrale Teilbereiche digitaler Kompetenz auflistet. Diese umfassen unter anderem Informations- und Datenkompetenz, Kommunikation und Zusammenarbeit sowie die Erstellung digitaler Inhalte. Es ist wichtig, unterschiedliche Bildungsbedarfe zu berücksichtigen, um auch den Herausforderungen der digitalen Kluft entgegenzuwirken.
In Anbetracht der Vielschichtigkeit der digitalen Welt ist es von großer Bedeutung, dass Maßnahmen zur Förderung digitaler Kompetenzen flexibel und zielgruppenspezifisch gestaltet werden. Nur so kann es gelingen, die nächsten Generationen dazu zu befähigen, verantwortungsvoll und kompetent in einer zunehmend digitalisierten Welt zu agieren.