Am 16. März 2026 kam es in Khomeyn, Zentraliran, zu einem verheerenden Luftangriff, der eine Schule zerstörte, wie iranische Behörden berichteten. Der Gouverneur der Provinz Markazi betonte, dass es glücklicherweise keine Todesopfer unter den Schülerinnen und Schülern gab, doch mehrere umliegende Häuser wurden beschädigt. Die Bilder der zerstörten Schule zeigen ein völlig zertrümmertes Hauptgebäude. Die verantwortliche Luftwaffe bleibt unklar; der Gouverneur bezeichnete den Angriff als Aktion des „zionistisch-amerikanischen Regimes“.
Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Luftangriffen ein, die in der Region stattfinden. Berichten zufolge wurden am selben Tag in verschiedenen Teilen der Provinz fünf Menschen getötet. Zudem wurden in Teheran Explosionen gemeldet, die als Teil der israelisch-amerikanischen Operationen interpretiert werden. In der Hauptstadt sind die Einwohner seit über zwei Wochen vom Internet abgeschnitten. Laut der Organisation Netblocks gab es einen signifikanten Einbruch der Verbindungen bei einem der letzten Telekommunikationsnetzwerke.
Kontext und vorhergehende Angriffe
Insbesondere der Angriff auf die Grundschule für Mädchen Shajareh Tayyebeh in Minab am 28. Februar 2026 war besonders tragisch, da er der tödlichste Angriff auf Zivilisten im laufenden Irankrieg war. Medienberichten zufolge kamen zwischen 168 und 180 Menschen ums Leben, die meisten davon Schulkinder. Bei diesem Angriff stürzte das Dach der Schule ein und begrub die Schülerinnen unter sich. Der Vorfall ereignete sich am ersten Tag des Irankriegs 2026 und wurde zügig von internationalen Organisationen als schwerwiegender Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht verurteilt.
Der Bürgermeister von Minab bestätigte, dass die Schule ein ehemaliges Militärgebäude war, das vor über zehn Jahren in eine zivile Einrichtung umgewandelt wurde. Dennoch wurde der Standort fälschlicherweise aufgrund veralteter Karten als militärisches Ziel eingestuft. US-Untersuchungen deuten darauf hin, dass die USA mitverantwortlich für diesen fatalen Angriff sind, während der Schulleiter unter den Opfern war und die Massenbestattung für die getöteten Kinder tausende Trauernde anzog.
Rechtliche Einschätzungen und internationale Reaktionen
Laut Christoph Safferling, Völkerrechtler und Professor an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sind die Luftangriffe auf Iran völkerrechtswidrig, da kein UN-Mandat vorliegt. Die Argumentation für Selbstverteidigung wird von ihm als nicht gegeben erachtet, da eine unmittelbar bevorstehende Bedrohung nicht erkennbar ist. Während Israel solche Einsätze als Präventivschläge darstellt, sieht Safferling auch hier keine legitimierende Bedrohung für die Existenz Israels.
Die fortwährenden Angriffe werfen schwerwiegende Fragen zur Einhaltung der UN-Charta auf. Zudem äußert er Bedenken, dass diese aggressiven Maßnahmen andere Länder wie China und Russland dazu verleiten könnten, ähnliche Aktionen zu rechtfertigen. Der militärische Druck auf den Iran gefährdet nicht nur die diplomatischen Bemühungen um Frieden, sondern auch die internationalen Grundsätze.
Inmitten dieser angespannten Situation plant der Iran, die bombardierte Schule in ein Museum umzuwandeln, um die Geschehnisse zu dokumentieren und der Opfer zu gedenken. Auch der Wiederaufbau der Schule an einem anderen Ort ist im Gespräch, um das Andenken an die tragischen Ereignisse zu ehren.

