Ab dem kommenden Herbst werden umfassende Leistungsdaten über Schulen in Österreich veröffentlicht. Diese Daten umfassen sowohl quantitative Merkmale wie die Schülerzahl, die Anzahl der Klassen und die durchschnittliche Klassengröße, als auch qualitative Merkmale, darunter Gütesiegel und Schulschwerpunkte. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) betont, dass es keine Rankings der Schulen geben wird, da solche absolute Reihungen irreführend wären. Dies berichtet die Kleine Zeitung.

Um eine Verbesserung der schulischen Leistungen zu fördern, werden die Schulen in sechs Kategorien eingeteilt, wobei die Einteilung durch die sozioökonomische Ausgangslage (SÖL) der Schüler erfolgt. Die Kriterien für diese Einteilung sind der Bildungsstand der Eltern, der ökonomische und soziale Hintergrund sowie die Erstsprache und der Migrationsstatus der Kinder. Die Veröffentlichung der Ergebnisse wird einmal alle drei Jahre aktualisiert und erfolgt in Form einer Liste aller Schulen, ohne Rankings.

Fokus auf Datenbasierte Schulentwicklung

Wiederkehr sieht die Veröffentlichung von Leistungsdaten als eine neue Kultur im Umgang mit Informationen und erwartet, dass es vorerst Irritationen geben wird. Die Schulen erhalten ihre konkreten Ergebnisse zur internen Nutzung, die als Werkzeug für Schulgemeinschafts-Gremien zur Evaluierung von Maßnahmen dienen sollen. Die Datenveröffentlichung steht im Einklang mit dem Informationsfreiheitsgesetz. Eltern haben sich bereits informell über die Schulen informiert, daher erwartet der Minister keinen „Run“ auf bestimmte Schulen.

Im Rahmen der iKM PLUS-Testungen, die jährlich Kompetenzen in Mathematik und Deutsch abfragen, ist im Bildungsministeriumsbericht dokumentiert, dass es Fortschritte in der Mathematik gibt, während in den Fächern Lesen und Schreiben, insbesondere an sozioökonomisch benachteiligten Schulen, Handlungsbedarf besteht. Dies wird ebenso in einem aktuellen Bericht zur Grundkompetenz von Schülerinnen und Schülern thematisiert, wie die Webseite des Bildungsministeriums zu berichten weiß.

Entwicklungen und Herausforderungen im Bildungssystem

Die Zielen des Berichts sind klar: Eine datenbasierte Schulentwicklung soll helfen, Unterricht und Schulen kontinuierlich zu verbessern. Aktuelle Statistiken zeigen, dass 84 % der Schüler die Bildungsstandards in Mathematik erreichen oder übertreffen. In Deutsch sind es 59 % im Lesen und 43 % beim Verfassen von Texten. Besonders in Schulen mit hoher sozioökonomischer Ausgangslage ist die Erfolgsquote bemerkenswert, was eine Dringlichkeit für zusätzliche Unterstützung an Schulen mit niedriger SÖL unterstreicht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Der Bildungsbericht 2024 bietet einen umfassenden Überblick über diese Themen und ist in einer Onlineversion kostenfrei verfügbar. Wie die Bildungsberichterstattung mitteilt, enthält der Bericht auch wichtige Kapitel zu verschiedenen Aspekten des Bildungssystems in Deutschland, was als Referenz für zukünftige Maßnahmen im Bildungsbereich dienen kann.