Am 1. Jänner 2026 ereignete sich in der Bar Le Constellation in Crans-Montana eine verheerende Brandkatastrophe, die 40 Menschen das Leben kostete und 116 weitere verletzt wurden. Die Gemeinde Crans-Montana räumt nun gewichtige Versäumnisse im Brandschutz ein. Laut Berichten der Vorarlberger Nachrichten wurde die letzte offizielle Kontrolle der Bar im Jahr 2019 durchgeführt, und in der Zeit von 2020 bis 2025 fanden keine Brandschutz- und Sicherheitsinspektionen statt, was als inakzeptabel erachtet wird.

Die Ursachen für die fehlenden Kontrollen bleiben unklar. Gemeindepräsident Nicolas Féraud äußerte Bedauern über die Situation und konnte keine Erläuterung bieten. Eine Strafuntersuchung, die von vier Staatsanwältinnen der Walliser Staatsanwaltschaft geleitet wird, untersucht unter anderem die Fahrlässigkeit des Betreiberpaars. Die Bar, die für 200 Gäste zugelassen war, hatte vermutlich zu viele Menschen in der Silvesternacht versammelt. Die genaue Anzahl der Besucher muss noch ermittelt werden.

Brandursachen und technische Aspekte

Das Feuer wurde durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst, die ein schallisolierendes, möglicherweise nicht vorschriftsgemäßes Schaumstoffmaterial an der Decke entzündete. Experten von CWS betonen die vielen Brandrisiken in der Gastronomie, von unachtsamem Rauchen bis hin zu technischen Geräten mit hoher Brandgefahr. Zudem kann schlechter Brandschutz bei der Dämmung, wie im vorliegenden Fall, zu einer schnellen Brandausbreitung führen. Féraud hat bereits den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen in geschlossenen Räumen verboten.

Der Gemeinderat prüft außerdem Anpassungen der Brandschutzgesetzgebung in Reaktion auf die Tragödie. Am Freitag wird zudem eine öffentliche Trauerfeier im Messe- und Kongresszentrum in Martigny stattfinden, an der möglicherweise auch französische und italienische Staatsoberhäupter teilnehmen werden. Die Opfer und deren Familien sollen finanzielle Unterstützung erhalten, deren modalities noch festgelegt werden müssen.

Politische und soziale Reaktionen

Der Walliser Staatsrat sprach seinen Dank an die Rettungskräfte aus, die in den Stunden nach dem Brand im Einsatz waren. Unter den Verletzten befinden sich noch immer rund 80 Personen, einige von ihnen mit lebensgefährlichen Verletzungen. Zudem wurde bekannt, dass eine italienische Journalistin während ihrer Berichterstattung über das Ereignis angegriffen wurde, was von Italiens Außenminister scharf verurteilt wurde.

Die Tragödie hat nicht nur Fragen über die Sicherheit in der Gastronomie aufgeworfen, sondern auch über die Verantwortlichkeiten von Betreiber und Behörden. Laut den Berichten der Tagesschau ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung gegen die Betreiber der Bar. Die Gemeinde hat angekündigt, als Nebenklägerin in das Verfahren einzutreten.

Dieser Vorfall zeigt die Dringlichkeit von sicherheitsrelevanten Maßnahmen und Kontrollen in der Gastronomie, um Tragödien dieser Art in Zukunft zu verhindern.