In der Nacht auf Montag, den 2. Februar 2026, ereigneten sich in Wiener Neustadt, Niederösterreich, zwei schwerwiegende Verkehrsunfälle, die insgesamt vier Verletzte forderten, darunter zwei Kleinkinder. Ein erster Unfall fand in der Fischauergasse statt, wo ein Pkw, in dem eine Familie saß, sich aus bisher unbekannter Ursache überschlug. Die Feuerwehr wurde gegen 21:00 Uhr alarmiert und führte nach der Erstversorgung die Bergung des Fahrzeugs durch. Die verletzten Insassen, darunter eine Frau und die beiden Kinder, wurden ins Krankenhaus transportiert und befinden sich in einem unbestimmten Gesundheitszustand. Ein weiterer Einsatz ereignete sich vor der Feuerwehrzentrale am Babenbergerring, wo ein E-Scooter-Fahrer in einen Unfall mit einem Pkw verwickelt wurde. Der E-Scooter-Fahrer erlitt dabei schwere Verletzungen, während die Feuerwehr Erste Hilfe leistete und den Rettungsdienst unterstützte.
In der Region kam es an diesem Tag zu weiteren Einsätzen, insbesondere auf der Südautobahn, wo im Frühverkehr keine Verletzten zu beklagen waren und die Verkehrswege freigemacht wurden. Die freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt war bei allen Vorfällen im Einsatz und sorgte für die nötige Unterstützung.
E-Scooter-Unfälle in Zahlen
E-Scooter-Unfälle nehmen in Österreich und Deutschland besorgniserregend zu. Laut einer aktuellen Statistik, die von tagesschau.de veröffentlicht wurde, gab es im Jahr 2024 rund 12.000 registrierte Unfälle mit E-Scootern, was einem Anstieg von 27 Prozent im Vergleich zu 2023 entspricht. Dabei verstorben in diesem Jahr 27 Personen, die alle selbst auf einem E-Scooter unterwegs waren. Insgesamt wurden 1.500 Menschen schwer verletzt und etwa 11.400 leicht verletzt, was E-Scooter-Unfälle zu einem bedeutenden Sicherheitsproblem im Straßenverkehr macht.
Die häufigsten Ursachen für E-Scooter-Unfälle sind falsche Nutzung von Fahrbahnen und Gehwegen (21 Prozent) sowie Fahren unter Alkoholeinfluss, das in 12 Prozent der Fälle eine Rolle spielte. Überraschend ist, dass fast 50 Prozent der verunglückten E-Scooter-Fahrer unter 25 Jahre alt sind. Der Großteil der Unfälle, etwa 50 Prozent, ereignete sich bei Alleinunfällen, bei denen oft die Kontrolle über das Fahrzeug verloren wurde.
Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen gefordert
Die Unfallforschung der Björn Steiger Stiftung hat in einer umfassenden Studie auch Alarm geschlagen und fordert verbesserte Sicherheitsstandards für E-Scooter. steiger-stiftung.de berichtet von der Notwendigkeit, Radgrößen auf mindestens 10 Zoll für Neufahrzeuge zu erhöhen, um die Unfallgefahr zu reduzieren. Zudem wird eine Führerscheinpflicht vorgeschlagen, um die Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung bei Fahrern zu sichern. Die Studie deutet auch darauf hin, dass Hindernisse im Straßenraum, wie Bordsteine, häufige Unfallursachen sind, die eine Anpassung der Verkehrsführung erfordern.
Die Situation rund um E-Scooter und deren Unfälle ist somit ein vielschichtiges Problem, das nicht nur in Wiener Neustadt, sondern auch landesweit Aufmerksamkeit erfordert. Es bleibt zu hoffen, dass durch gezielte Maßnahmen die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden kann und die Anzahl der Verletzten und Toten infolge dieser Unfälle signifikant gesenkt wird.