Heute, am 15. Februar 2026, kam es im steirischen Gratwein-Straßengel zu einem schweren Küchenbrand in einem Mehrparteienwohnhaus. Die Feuerwehr wurde um ca. 12:00 Uhr alarmiert und rückte mit insgesamt 52 Einsatzkräften und 11 Fahrzeugen aus, darunter auch Nachbarfeuerwehren wie die FF Judendorf-Straßengel und die FF Eisbach-Rein. Bei Eintreffen der Brandbekämpfer war die Dichte der Rauchentwicklung aus den Fenstern einer Wohnung im ersten Obergeschoss alarmierend hoch, sodass Atemschutztrupps zur Personensuche und Brandbekämpfung eingesetzt werden mussten.
Die Einsatzkräfte konnten vier Personen aus nicht betroffenen Wohnungen retten und sie dem Rettungsdienst übergeben. Insgesamt wurden sieben Personen, darunter Kinder im Alter von 6, 10, 13 und 14 Jahren sowie Erwachsene von 37, 39 und 72 Jahren, aufgrund von Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert. Alle Bewohner des Wohnhauses erhielten Unterstützung, während die Messung mit einem Mehrgasmessgerät erhöhte Schadstoffkonzentrationen ergab. Gesundheitliche Risiken durch Verbleib in den Wohnungen wurden als lebensgefährlich eingeschätzt.
Evakuierung und Brandursache
Für die evakuierten Bewohner wurde das Gasthaus Schusterbauer in Eisbach als erste Aufnahmestelle organisiert. Kurzzeitig konnten freigemessene Wohnungen betreten werden, um persönliche Dinge mitzunehmen. Die Brandursache stellte sich als überhitztes Fett heraus, welches eine häufige Ursache für Küchenbrände darstellt. Häufig entstehen solche Brände durch Unachtsamkeit oder technische Defekte, wobei der Herd und andere Küchengeräte oft im Fokus stehen. Wirkliche Vorsichtsmaßnahmen sind daher unbedingt anzuraten, denn es wird geschätzt, dass jeder zweite Wohnungsbrand in der Küche seinen Ursprung hat.
In der Aktualität des Geschehens verweist der Ratgeber der gev-versicherung.de darauf, dass brennendes Fett keinesfalls mit Wasser gelöscht werden darf, da dies zu einer Fettexplosion führen kann. Vielmehr sollten Maßnahmen wie das Abdecken von kleinen Fettbränden oder das Schließen von Türen erwähnt werden. Die Wichtigkeit, den Herd während des Kochens niemals unbeaufsichtigt zu lassen, wird auch in den allgemeinen Brandschutzmaßnahmen von tresoro.de unterstrichen.
Präventive Maßnahmen und Versicherungen
Um solchen Vorfällen vorzubeugen, sollten auch alltägliche Verhaltensweisen in der Küche entsprechend angepasst werden. Dazu gehört, dass elektrische Geräte nach Gebrauch ausgeschaltet werden und brennbare Gegenstände vom Herd ferngehalten werden. Vorbeugende Maßnahmen sind entscheidend, um Küchenbrände zu vermeiden, betont tresoro.de. Eine Haftpflicht- und Hausratversicherung können im Fall eines Brandes auch finanziellen Schutz bieten, indem sie Schäden an beweglichem Eigentum und der Gebäudestruktur abdecken.
Die genauen Höhe des Sachschadens, die durch den linksseitigen Zimmerbrand entstand, ist noch nicht festgelegt. Die Brandursachenermittlung wird durch den kriminaltechnischen Dienst der Polizei unterstützt, um in Zukunft ähnliche Vorfälle zu verhindern.