In einem tragischen Arbeitsunfall am Dienstagnachmittag, dem 7. April 2026, wurde ein 58-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 13:45 Uhr auf einem steilen Weidehang, während der Mann landwirtschaftliche Arbeiten durchführte. Berichten von Klick Kärnten zufolge kippte das verwendete Fahrzeug aufgrund des starken Gefälles und überschlug sich mehrfach.
Der Mann wurde aus dem Fahrzeug geschleudert und erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades. Umgehend kam der Rettungsdienst zur Erstversorgung zum Einsatz, und der verletzte Landwirt wurde ins LKH Wolfsberg transportiert. Die Bergung des Fahrzeugs übernahmen die Freiwilligen Feuerwehren Preims und St. Michael, die mit insgesamt 16 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen vor Ort waren.
Kontext zu Arbeitssicherheit in der Landwirtschaft
Dieser Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Arbeitsschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft. Am 30. November 2023 hat der Bundestag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der in Anlehnung an das Übereinkommen Nr. 184 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) umfassende Mindeststandards für Sicherheit und Gesundheitsschutz in der Landwirtschaft festlegt. Das Übereinkommen, das bereits am 21. Juni 2001 verabschiedet wurde, betont insbesondere den Schutz von Zeit- und Saisonarbeitskräften sowie die besonderen Bedürfnisse von Arbeitnehmerinnen in Bezug auf Mutterschutz.
Der Gesetzentwurf wurde von den Fraktionen SPD, CDU/CSU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke unterstützt, während die AfD sich bei der Abstimmung enthalten hat. Das Gesetz schafft die Grundlage für die Ratifikation des Übereinkommens durch die Bundesrepublik und ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in einem Sektor, der oft von Unfällen geprägt ist. Zu den Regelungen zählen unter anderem Arbeitszeitregelungen, der Schutz junger Arbeitnehmer in gefährlichen Arbeiten und Minimumanforderungen an Unterkünfte.