In einem besorgniserregenden Vorfall in Zürich, Schweiz, wurde ein vier Monate altes Baby mit einer potenziell gefährlichen Überdosis eines Antibiotikums konfrontiert. Auf dem Dosierungszettel, der von einer Apotheke ausgestellt wurde, war versehentlich die siebenfache Menge des empfohlenen Medikaments vermerkt. Die Eltern des Säuglings entdeckten diesen schwerwiegenden Berechnungsfehler durch eine kritische Überprüfung der Angaben auf der Verpackung, was ihnen letztendlich möglicherweise das Leben ihres Kindes rettete. Das Baby hatte eine Antibiotikum-Prophylaxe verschrieben bekommen, um möglichen Infektionen vorzubeugen.

Der Dosieretikett wies an, dass das Kind „morgens und abends (alle 12 Stunden) 7 ml einnehmen“ sollte. Die Eltern fanden diese Dosis im Vergleich zu einer früheren Medikation ihres Kindes auffallend hoch und wurden misstrauisch. Der Kinderarzt, der die Dosis überprüfte, berechnete jedoch, dass die korrekte Dosis lediglich 0,9 ml entsprechend dem Gewicht des Babys von 6,5 kg betragen sollte. Der Fehler der Apotheke hätte eine Einnahme von insgesamt 14 ml pro Tag zur Folge gehabt.

Fehler durch Berechnungsproblemen

Der Verantwortliche Apotheker entschuldigte sich mehrfach bei den Eltern und erklärte, dass es sich um einen Berechnungsfehler handelte, der zur falschen Angabe auf dem Etikett geführt hatte. Die Apotheke hat daraufhin Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Fehler in Zukunft zu vermeiden. Der behandelnde Kinderarzt bezeichnete den Vorfall als „schwerwiegend“ und war „total schockiert“ über die hohe Dosierung, die auf dem Etikett stand.

Dr. med. Colette Degrandi von Tox Info Suisse erklärte, dass, obwohl eine einmalige Überdosierung in der Regel gut vertragen wird, bei wiederholter Gabe Magen-Darm-Beschwerden oder Hautausschläge auftreten könnten. Schwere Vergiftungssymptome sind jedoch laut der Toxikologin bei einer einmaligen Einnahme unwahrscheinlich.

Aufklärung und Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Die Mutter des Babys, J. S., äußerte den Wunsch, andere Familien zu sensibilisieren, die Angaben auf Medikamentenpackungen kritisch zu hinterfragen und im Zweifelsfall Rücksprache zu halten. Dies sei besonders wichtig, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Die Aufmerksamkeit der Eltern hat dazu geführt, dass eine potenzielle Gefahr rechtzeitig erkannt wurde, wodurch möglicherweise schwerwiegende Folgen für das Kind abgewendet wurden.

In einem routinierten Besuch in der Apotheke, der sich zu einem ernsten Vorfall entwickelte, konnten durch die sorgfältige Überprüfung der Eltern und die schnelle Reaktion des Kinderarztes schlimmere Konsequenzen verhindert werden. Solche Situationen unterstreichen die Bedeutung einer genauen Prüfung bei der Medikamentenabgabe durch Apotheken und die Verantwortung der Eltern, darauf zu achten, welche Dosen ihren Kindern verabreicht werden.

Für weitere Informationen zu diesem Vorfall berichten die Medien Kurier, 20 Minuten und Der Westen.