Johanna Rachinger wird nicht aus ihrem Krankenstand in die Position der Generaldirektorin und wissenschaftlichen Geschäftsführerin der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) zurückkehren. Diese Entscheidung wurde am 27. November 2025 bekannt gegeben, nachdem Rachinger, die seit 2011 die Leitung der ÖNB innehatte, zuvor ihre Absicht erklärt hatte, die Funktion zu verlassen. Der Grund für ihre Abberufung sind die Folgen einer Sturzverletzung, die sie im August erlitten hat. Kulturminister Andreas Babler (SPÖ) hat auf Antrag des ÖNB-Kuratoriums die Abberufung ausgesprochen.
Rachinger, die nach 25 Jahren an der Spitze der ÖNB zum Ende ihrer Funktionsperiode im Jahr 2026 in den Ruhestand gehen sollte, hat während ihrer Amtszeit die Bibliothek zu einem wichtigen Informations-, Forschungs- und Bildungszentrum sowie zur bedeutenden Gedächtnisinstitution des Landes entwickelt. Babler würdigte ihr langjähriges Engagement und bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Kulturmanagerinnen in Österreich.
Interimistische Regelung
Nach dem Sturz übernahm ihre Stellvertreterin Michaela Mayr interimistisch die wissenschaftliche Geschäftsführung der ÖNB. Diese Regelung bleibt bis zur Neubesetzung bestehen; die Ausschreibung für die neue Leitung wurde bereits veröffentlicht. Michaela Mayr wird dabei von Richard Starkel, dem wirtschaftlichen Geschäftsführer, und Thomas Wollinger, ihrem Stellvertreter, unterstützt.
Die Entscheidung über Rachingers Rückkehr war von verschiedenen Faktoren abhängig, die jedoch nicht näher spezifiziert wurden. Ihr Ausscheiden markiert einen bedeutenden Moment in der Geschichte der ÖNB, die unter ihrer Führung eine zentrale Rolle im österreichischen Kulturleben eingenommen hat.
Für weitere Informationen über die ÖNB und ihre aktuellen Entwicklungen besuchen Sie bitte die offizielle Webseite der Österreichischen Nationalbibliothek.



