Am 14. Februar 2026 stürzte eine 39-jährige deutsche Eiskletterin etwa 70 Meter in die Tiefe, während sie an den gefrorenen Wasserfällen des Klockelefalls im Gemeindegebiet von St. Leonhard im Pitztal kletterte. Der Unfall ereignete sich um etwa 7.35 Uhr während einer Eisklettertour, die als schwierig eingestuft wird, mit einer Bewertung auf der WI-Skala von 3-4. An der Tour nahm auch ein 39-jähriger Österreicher teil.

Die beiden Kletterer hatten nach acht Seillängen und 3 mal 150 Metern am laufenden Seil das Ende des Wasserfalls erreicht. Bei dem anschließenden Abstieg über wegloses Gelände in Richtung des Sommerwegs über die Luibisalm wurden die Steigeisen nach circa 200 Höhenmetern abgenommen, da der Weg teilweise aper war. In einem unglücklichen Moment rutschte die Frau auf einer Eisplatte aus und stürzte ab.

Reaktion und Bergung

Nach dem Sturz zog sich die Frau schwerste Verletzungen zu. Ihr Begleiter reagierte umgehend, indem er den Alpinnotruf absetzte und zu der Verunfallten abstieg. Aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen war eine Hubschrauberbergung nicht möglich. Stattdessen wurde die Frau nach einer notärztlichen Erstversorgung terrestrisch abtransportiert. Die Bergrettung brauchte diverse Methoden, darunter das liegende Abseilen und einen Skidoo-Rettungsschlitten. Ziel des Abtransports war ein Krankenhaus in Zams.

Unfälle wie dieser sind im Eisklettern, einem Sport mit hohem Risiko, nicht ungewöhnlich. Laut einer Dissertation von Johann Ulrich Schwarz an der RWTH Aachen ist das Verletzungsrisiko im Eisklettern zwar hoch, allerdings zeigt die Studie, dass die Verletzungshäufigkeit pro 1000 Stunden Sport ähnlichen Aktivitäten entspricht und vergleichbar ist mit Wettkampfklettern in geschlossenen Hallen und anderen Outdoor-Sportarten wie Nordic Walking.

kontextuelle Bedeutung des Eiskletterns

Trotz der objektiven Gefährlichkeit des Sports, der oft mit Unfällen und Verletzungen assoziiert wird, verweisen Experten darauf, dass das Eisklettern mit einem begrenzten, aber signifikanten Verletzungsrisiko verbunden ist. Die Analyse von 88 Eiskletterern aus neun verschiedenen Ländern ergab eine durchschnittliche Bürgerquote von 4.1 Verletzungen pro 1000 Stunden Eisklettern, was zeigt, dass eine fundierte Sicherheitsbewertung im Sport unerlässlich bleibt.

Für weitere Informationen zur Bergrettung in Tirol kann man die Seite der Bergrettung Tirol besuchen.

Die tragischen Vorfälle wie der am Klockelefall unterstreichen die Wichtigkeit von Sicherheitsmaßnahmen und einer soliden Ausbildung für alle Kletterer. Jegliches Klettern, insbesondere in so herausforderndem Gelände, sollte immer mit Vorsicht und Verantwortungsbewusstsein angegangen werden. Weitere Einblicke in die Risiken und Sicherheitsaspekte des Eiskletterns finden sich auch in der Veröffentlichung von Johann Ulrich Schwarz.

In diesem Sinne bleibt das Eisklettern ein faszinierender, jedoch auch gefährlicher Sport, der umfassendes Wissen über Risiken und Sicherheitsprotokolle erfordert.