Ein massiver Wintereinbruch hat am 20. Februar 2026 in Österreich, insbesondere in Ost- und Südösterreich, für erhebliche Probleme gesorgt. In der Steiermark wurden an diesem Tag insgesamt 1.736 Wintereinsätze verzeichnet, was den einsatzstärksten Tag seit 15 Jahren darstellt. Über 4.000 Feuerwehrleute von 461 Feuerwehren waren im Einsatz, um den Auswirkungen des stark fallenden Schnees entgegenzuwirken. Diese Einsätze umfassten unter anderem Bergungen von Pkw und Lkw, die Beseitigung umgestürzter Bäume sowie die Sicherung von Strom- und Telefonleitungen. Die Kleine Zeitung ergänzt, dass in den Städten Leibnitz und Deutschlandsberg viele Feuerwehreinsätze aufgrund von umgestürzten Bäumen registriert wurden. Besonders in Lannach blieben Autos und Lkw im Schnee stecken.
Durch den Wintereinbruch waren am Samstagmorgen etwa 5.000 Haushalte in der Steiermark ohne Strom. Die Energie Steiermark erwartet, dass die meisten Haushalte noch am selben Tag wieder versorgt werden, jedoch werden die Reparaturarbeiten mehrere Tage in Anspruch nehmen. Im Burgenland sind zahlreiche Straßen gesperrt, und einige dieser Sperren bleiben voraussichtlich bis Sonntag bestehen. Obwohl sich die Situation im Burgenland leicht entspannt hat, bleibt der Verkehr aufgrund von Schneeverwehungen und Aufräumarbeiten eingeschränkt. Die Schneekettenpflicht im Nord- und Mittelburgenland wurde aufgehoben, dennoch sind 73 Räumfahrzeuge und rund 300 Personen des Bau und Betrieb Burgenland (BBB) rund um die Uhr im Einsatz, um die Straßen wieder befahrbar zu machen.
Einsatzschwerpunkte und betroffene Regionen
Die Schwerpunkte der Einsätze liegen in Orten wie Graz-Umgebung, Leibnitz, Feldbach, Deutschlandsberg, Radkersburg, Fürstenfeld, Hartberg, Weiz, Leoben und Voitsberg. Im Burgenland wurden insgesamt 850 Einsätze durch 226 Feuerwehren mit rund 2.900 Mitgliedern durchgeführt. Diese Einsätze konzentrierten sich hauptsächlich auf das Südburgenland, breiteten sich jedoch auch in die nördlichen Landesteile aus. Feuerwehrkräfte unterstützen zudem die Energieversorger bei Sicherungsmaßnahmen aufgrund regionaler Stromausfälle in Güssing und Jennersdorf.
In Vorarlberg wird angesichts der enormen Schneemengen vor einer hohen Lawinengefahr gewarnt, insbesondere oberhalb der Waldgrenze, wo derzeit Lawinenwarnstufe vier herrscht. Das Feuerwehr-UB beschreibt die allgemeine Lage während Wintereinbrüchen und gibt Hinweise, wie man sich in solchen Situationen verhalten sollte. Die Bevölkerung wird dazu aufgefordert, Wetterwarnungen zu beachten, ihre Vorräte an Lebensmitteln und Getränken aufzustocken und bei Schnee und Glätte vorsichtig zu fahren.
Die aktuellen Ereignisse zeigen eindrucksvoll die Herausforderungen, die ein solcher Wintereinbruch mit sich bringt, und die enorme Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und Rettungskräfte, um der Bevölkerung zu helfen und die Schäden zu minimieren.