Das Schneechaos in Österreich hält weiterhin an. Besonders stark betroffen sind die Regionen rund um den Arlberg, wo viele Straßen aufgrund von starkem Schneefall und lawinenbedingten Sperrungen nur eingeschränkt befahrbar sind. Wie der ÖAMTC berichtet, wurden die Arlbergstraße (L197) und die Flexenstraße (L198) am Sonntagmorgen vorübergehend freigegeben. Allerdings musste die L197 am späten Vormittag zwischen Zürs und der Landesgrenze zu Tirol erneut wegen einer Lawine gesperrt werden.

Die schwierigen Straßenverhältnisse machten die Reise nach Lech und Zürs zu einer Herausforderung, da diese Orte auf dem Straßenweg vorübergehend nicht erreichbar waren. Fahrten zwischen Vorarlberg und Tirol sind momentan nur über die Arlberg Schnellstraße (S16) möglich. Die Lawinengefahr bleibt in weiten Teilen des Landes sehr hoch, und weitere Verschüttungen von Straßen sind nicht ausgeschlossen. Autofahrer sollten sich daher unbedingt über die aktuelle Verkehrssituation informieren und Winterausrüstung mit sich führen.

Aktuelle Wetterlage und Sicherheitswarnungen

Der drastische Wetterumschwung begann bereits am 16. Februar 2026 und führte in der Nacht auf Montag zu Neuschneemengen von 10 bis 30 Zentimetern mit einer Schneefallgrenze zwischen 500 und 1000 Metern, wie die Allgäuer Zeitung berichtet. Für den 22. Februar sind weiterhin Unwetterwarnungen ausgegeben, und es wird mit teilweise gefrierendem Regen gerechnet, was die Gefahr von Glatteis erhöht.

Die Verkehrsbehinderungen sind nicht nur auf die Arlbergregion beschränkt. Auf mehreren Bundesstraßen in Tirol, wie der B179 zwischen Fernpass und Lermooser Tunnel, gilt aktuell Sperrung wegen der Witterungsbedingungen. Auch auf der B20, B21, B99, B161 und B197 wurden Schneekettenpflichten verhängt. Eine rechtzeitige Informationsbeschaffung über die Straßenbedingungen ist für alle Verkehrsteilnehmer unerlässlich.

Lawinengefahr und Sicherheitsvorkehrungen

Die Lawinengefahr hat in West- und Südwesttirol die Stufe 4 erreicht, was die zweithöchste Warnstufe ausmacht. Um ein sicheres Wintersporterlebnis zu gewährleisten, gibt GeoSphere Austria Ratschläge aus, die aktuelle Lawinenlageberichte zu beachten, insbesondere bei exponierten Hangrichtungen, die als besonders kritisch gelten. Diese Gefahrenstellen befinden sich hauptsächlich in den Expositionen West über Nordwest, Nord und Nordost bis Ost, insbesondere oberhalb von etwa 2.100 Metern, wie wetter.orf.at erklärt.

Der Österreichische Alpenverein weist darauf hin, dass keinesfalls ignoriert werden sollte, wo sich Dunkelfärbungen am Bergsymbol zeigen. Diese deuten oft auf gefährliche Zonen hin, in denen die Wahrscheinlichkeit von Lawinen hoch ist. Letztlich gibt es die tragische Komponente eines tödlichen Lawinenunfalls am Stubaier Gletscher, bei dem am 15. Februar zwei Menschen ihr Leben verloren. Solche Vorfälle verdeutlichen die Dringlichkeit, Informationen über die Lawinenlage ernst zu nehmen.