Starke Schneefälle und orkanartige Böen haben von Donnerstag, 19. Februar, bis Freitag, 20. Februar, weite Teile Österreichs in Aufruhr versetzt. Die winterlichen Bedingungen führten zu massiven Verkehrsbehinderungen und zahlreichen Autobahnsperrungen, da Schneeverwehungen, stehengebliebene Lkw und schlechte Sicht die Straßen unbefahrbar machten. Besonders betroffen war die Steiermark, wo auf fast allen Hauptverbindungen stundenlange Verzögerungen zu beklagen waren, wie oeamtc.at berichtet.

Die Autobahnbetreiber sowie die Räumungsdienste waren im Dauereinsatz, um die Straßen wieder befahrbar zu machen. Am Freitagmittag nahm auch der Flughafen Wien Schwechat den Betrieb wieder auf, nachdem zahlreiche Flüge aufgrund der Wetterlage gestrichen worden waren. Reisende werden jedoch weiterhin aufgefordert, sich über den Status ihrer Flüge zu informieren.

Verkehrschaos auf den Autobahnen

Die Verkehrslage in Österreich bleibt angespannt, wie weekend.at berichtet. Besonders auf der Westautobahn (A1) in Niederösterreich kam es zu mehreren Unfällen, die den Verkehr zwischen Loosdorf und Knoten Steinhäusl stark behinderten. Hier kann nur ein Fahrstreifen befahren werden, was zu kilometerlangen Staus führt. Auch auf der Semmering Schnellstraße (S6) wurde eine Kettenpflicht verhängt, da Lkw in Richtung Bruck an der Mur liegenblieben. Dies führte dort ebenfalls zu Behinderungen.

In der Steiermark bleibt die Südautobahn (A2) in beiden Richtungen teilweise blockiert, was bei den Reisenden zu Frustrationen führt. Zwischen Pinkafeld und Zöbern ist zeitweise keine Durchfahrt möglich, während die A2 in Richtung Italien zwischen Mooskirchen und Steinberg nach einem Unfall gesperrt ist. Zudem stehen auf der Pyhrnautobahn (A9) zwischen St. Michael und dem Gleinalmtunnel mehrere Lkw quer.

Wetterprognose und Tipps für Reisende

Die Wetterprognosen sehen weitere Schneefälle von Vorarlberg bis Niederösterreich auch für das kommende Wochenende vor. Diese könnten erneut zu Behinderungen durch Schneeverwehungen und Baumbrüche führen. Reisende, insbesondere diejenigen, die zu den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo unterwegs sind, sollten sich unbedingt über die aktuellen Wetter- und Verkehrssituationen informieren. Winterausrüstung und die Mitführung von Schneeketten werden dringend empfohlen, um sicher auf den Straßen unterwegs zu sein.

Mit dem Hintergrund der extremen Wetterlage ist es wichtig zu beachten, dass Europas Wetterbedingungen zunehmend durch den Klimawandel beeinflusst werden. Laut tagesschau.de erleben Regionen wie Spanien und Portugal Sturzfluten, während gleichzeitig kalte Winter in Teilen Deutschlands vorherrschen. Die anhaltenden, blockierten Wetterlagen sind ein Zeichen dafür, dass die Wetterextreme weltweit zunehmen. Diese Entwicklungen erfordern ein schärferes Bewusstsein für sich verändernde klimatische Bedingungen und deren Auswirkungen auf den Alltag.