Am 22. Februar 2026 ist die Lage in Österreich angespannt: Starke Schneefälle haben chaotische Zustände ausgelöst, insbesondere im Osten des Landes. Zahlreiche Regionen sind von der Naturgewalt betroffen und kämpfen mit erheblichen Beeinträchtigungen. Laut 5min.at gibt es in Tirol bereits mehrere Todesopfer durch Lawinenabgänge in nur zwei Tagen. Diese Erdrutsche haben die Region in den Westen Österreichs zusätzlich belastet.

In Vorarlberg wurden zahlreiche Straßen und Ortschaften für eine Nacht von der Außenwelt abgeschnitten. Auch den anderen Bundesländern blieb der Schnee nicht erspart. In der Steiermark wurde der einsatzreichste Tag seit 15 Jahren verzeichnet, während im Burgenland tausende Haushalte über Nacht ohne Strom waren. Der Flughafen Wien ist ebenfalls von der schwierigen Wetterlage betroffen: Viele Flüge mussten abgesagt werden, und landende Maschinen mussten ausweichen.

Kommender Wetterumschwung

Die gute Nachricht: Eine milde Wetterwende steht bevor. Laut meteorologischen Experten wird ab Mittwoch, dem 25. Februar 2026, ein Hochdruckgebiet aufbauen, das über längere Zeit für Sonnenschein sorgt. Die Temperaturen könnten dann auf bis zu 17 Grad ansteigen und ab Donnerstag überall einen zweistelligen Wert erreichen. Am Freitag sind in den alpennordseitigen Regionen sogar bis zu 20 Grad möglich, was für ein schnelles Schmelzen des Schnees in den Niederungen sorgt, wie 5min.at berichtet.

Kritische Wetterlage in den Alpen

Gleichzeitig warnt t-online.de vor einer kritischen Wetterlage auf den Alpen. Diese wird durch ein Tiefdrucksystem über Norditalien verursacht, das am Mittwochabend zu starken Gewittern und anhaltendem Regen führen könnte. Besonders betroffen ist die Region rund um den Brenner, wo Schlammlawinen bereits die Brenner-Bundesstraße B182 zwischen Mutters und Schönberg verschüttet haben.

Insgesamt gab es in Tirol zahlreiche Notrufe, was dazu führte, dass 21 Feuerwehren zum Einsatz gerufen wurden. Diese konzentrierten sich vor allem auf die Auspumpung von Kellern. Kleinere Erdrutsche sorgten zudem für eine zeitweise Sperrung der L82 im Ortskern von Patsch, während die Brennerstraße zwischen Stefansbrücke und Schönberg-Matrei bis mindestens Donnerstag unpassierbar bleibt. Alarmstufen wurden auch für das angrenzende Trient, Südtirol, Lombardei und Venetien ausgerufen.

Meteorologe Mattia Gussoni warnt vor möglichen extremen Wetterereignissen, einschließlich Hagelstürmen und sintflutartigem Regen, die für das Wochenende erwartet werden. Eine Kollision zwischen kühleren, instabilen Luftmassen und der warmen, feuchten Atmosphäre könnte in ganz Norditalien und den Alpen zu gefährlichen Entwicklungen führen.