Anton Schipulin, der ehemalige russische Biathlet, hat sich entschieden, die olympische Goldmedaille, die er 2014 mit der russischen Staffel in Sotschi gewonnen hat, nicht zurückzugeben. Auf die Nachfrage, ob er die Medaille an das Internationale Olympische Komitee (IOC) zurückgeschickt habe, antwortete der 38-Jährige: „Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben.“ Dies geschah inmitten der Neuverteilung der Medaillen, die am Sonntag im ausverkauften Antholzer Stadion stattfand, wo die deutschen Biathleten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schempp ihre Goldmedaillen mit zwölf Jahren Verspätung erhielten.

Den deutschen Athleten wurde das Gold zugesprochen, da dem russischen Team der Olympiasieg aufgrund eines Dopingskandals aberkannt worden war. Jewgeni Ustjugow wurde des Dopings überführt und scheiterte mit seinen Einsprüchen vor allen gerichtlichen Instanzen. Diese Umstände führten dazu, dass Deutschland vom Silber- auf den Goldrang rückte. Lesser äußerte jedoch Zweifel an der Echtheit von Schipulins Medaille und vermutete, dass sie keine Kratzer aufweise.

Schipulins Standpunkt

Schipulin betont, dass er bereit sei, seine Medaille erst zurückzugeben, wenn das IOC und die internationalen Verbände den russischen Sportlern ihrer Flagge und Hymne zurückgeben. Diese Aussage auf Instagram reflektiert die angespannte politische Situation und die Einschätzungen von Sportlern zur Vermischung von Sport und Politik. Der ehemalige Trainer Alexander Kasperovich hat ebenfalls gefordert, die Medaillen zurückzugeben, um Gerechtigkeit zu schaffen.

Der Präsident des russischen Biathlonverbands, Viktor Maigurov, erklärte, dass sie nicht die rechtlichen Mittel hätten, um Druck auf die Athleten auszuüben, und dass die Athleten bereits kontaktiert wurden. Der Biathlon-Weltverband IBU fordert weiterhin die Rückgabe der Medaillen durch Russland.

Doping im Sport

Die Debatte um das Doping ist nicht neu. Die Olympischen Spiele sind immer wieder mit Dopingfällen konfrontiert, was auch in der bevorstehenden Olympiade in Paris ein Thema sein wird. Die Internationale Test Agentur (ITA) hat angekündigt, eine Pressekonferenz zur Dopingkontrolle abzuhalten. Während in Kenia das Dopingproblem aktiv angegangen wird, bleibt es in anderen Ländern wie Indien ein weit verbreitetes Problem. Dort sind hohe Dopingfälle zu verzeichnen, während die Glaubwürdigkeit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in einer Krise steckt, da viele Athleten auch bei großen Events wie den Olympischen Spielen möglicherweise gedopt sind.Sportschau berichtet, dass Doping weiterhin ein großes Thema bleibt.

In Anbetracht dieser Kontroversen bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussion um die Medaillenrückgabe und die Dopingproblematik im internationalen Sport weiterentwickeln wird. Aktuell sind russische Biathletinnen und Biathleten bei den Olympischen Spielen in Italien nicht vertreten, was die Spannungen im internationalen Wettkampf weiter verschärft.

Die gesamte Situation zeigt, dass der Einfluss von Doping und politischen Entscheidungen im Sport einen tiefen Schatten auf die Integrität der olympischen Wettbewerbe wirft.Laola1 hat die neuesten Entwicklungen zur Medaillenrückgabe zusammengefasst und bietet einen guten Überblick über die aktuelle Lage.

Eurosport weist ebenfalls auf die feierliche Medaillenübergabe und die Bedeutung der Rückgabe hin.