Am Donnerstag, dem 25. Februar 2026, führen Iran und die USA im Genfer Diplomatiezentrum eine entscheidende Verhandlungsrunde über das iranische Atomprogramm durch. Laut oe24 handelt es sich um das dritte Treffen in diesem Jahr, das durch die Vermittlung des Golfstaates Oman stattfindet. Die Delegation Irans wird von Außenminister Abbas Araqchi geleitet, während die US-Seite durch den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, den Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, vertreten wird.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht das Bestreben der USA, die Entwicklung von Atomwaffen durch den Iran zu verhindern. Während Iran bestreitet, an Atomwaffen interessiert zu sein, zeigt sich die Regierung bereit, das Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert jedoch im Gegenzug die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. In einem Ultimatum hat Präsident Trump der iranischen Führung eine Frist bis Anfang März gesetzt, um zu einer Einigung zu gelangen.
Krisensituation im Nahen Osten
Im Fall einer fortdauernden Weigerung des Iran könnten die USA eine breitere Militärkampagne gegen iranische staatliche Einrichtungen in Betracht ziehen. Dabei zeigen US-Beamte an, dass militärische Planungen bereits in fortschrittlichem Stadium sind und gezielte Angriffe sowie ein möglicher Regimewechsel diskutiert werden. Gleichzeitig hat der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus angemerkt, dass ein umfassender Militärschlag nur begrenzte Auswirkungen auf die Stabilität des iranischen Regimes hätte.
Spannungen und militärische Vorbereitungen
Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sind weiter angestiegen. Süddeutsche.de berichtet, dass nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 die militärische Dominanz Israels in der Region weiter gestärkt wurde. Benjamin Netanjahu hat die Gelegenheit ergriffen, um die Bedrohung durch iranische Raketen zu minimieren, während der Iran unter Druck durch interne Proteste und eine ernsthafte Wirtschaftskrise leidet.
Die iranischen Behörden haben sich darauf vorbereitet, im Falle eines US-Angriffs am 26. Februar zu reagieren, haben jedoch gleichzeitig wenig Bereitschaft zu Zugeständnissen gezeigt. Trump steht vor der Wahl, ob er einen Deal bezüglich des Atomprogramms akzeptiert oder militärische Maßnahmen ergreift. Während auf der politischen Agenda die militärischen Möglichkeiten diskutiert werden, warnen Experten, dass selbst begrenzte militärische Interventionen zu einer gefährlichen Eskalation des Konflikts führen könnten.