Am 10. April 2026 wurde die Ausstellung „80er – Grenzen waren gestern“ in der Schallaburg offiziell eröffnet. Diese Ausstellung, die bis zum 15. November 2026 zu sehen ist, zielt darauf ab, die 1980er Jahre als vielschichtige Erfahrung zu präsentieren und nicht nur als geschlossene Geschichte abzuhandeln. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner lobte das Team der Schallaburg, insbesondere Geschäftsführer Erwin Klissenbauer, für die spannende Themenauswahl. In ihrer Eröffnungsrede reflektierte sie über ihre eigenen Erinnerungen an die 80er Jahre und die kulturellen Einflüsse aus dieser Zeit, die sie stark geprägt haben.
Die Ausstellung behandelt große Ereignisse, persönliche Erinnerungen sowie Themen aus Politik und Popkultur, die von Angst bis Aufbruch reichen. Mikl-Leitner sprach auch über die einschneidenden Veränderungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und die neuen Chancen, die sich in dieser Zeit ergaben. Laut dem Geschäftsführer Klissenbauer stellen die 80er Jahre ein Jahrzehnt der Widersprüche dar, in dem sowohl positive als auch nachdenklich stimmende Ereignisse stattfanden. Die Kuratorin Martina Zerovnik sorgte mit der Einbindung der Vielfalt der 80er Jahre dafür, dass verschiedene Perspektiven und Erlebnisse geboten werden.
Themen und Inhalte der Ausstellung
Der Besuch der Schallaburg ist für viele Menschen von großer Bedeutung, was sich in einer hohen Besucherzahl von 6,5 Millionen seit der Umwandlung in ein internationales Ausstellungszentrum widerspiegelt. Beeindruckende 98 Prozent der Besucher halten die Schallaburg und ihre Ausstellungen für „ein Muss“. Über 150 private Leihgeber haben zur Realisierung der Ausstellung beigetragen, um die Erlebnisse der 80er Jahre zu veranschaulichen.
Das begleitende Programm umfasst Führungen und Escape Rooms, die das Erlebnis für die Besucher interaktiv gestalten. Der Festakt zur Eröffnung wurde von Udo Huber moderiert, der in seiner Ansprache betonte, dass die 80er Jahre eine Zeit des Lebensgefühls waren. Prominente Zeitzeugen wie die Schriftstellerin Zdenka Becker und Olympiasiegerin Elisabeth Max-Theurer waren ebenfalls anwesend und brachten ihre persönlichen Erinnerungen ein.
Ein Rückblick auf ein bewegtes Jahrzehnt
Die 1980er Jahre werden häufig als ein prägendes Jahrzehnt beschrieben, das von technischer Innovation und kultureller Vielfalt geprägt war. Dazu zählen wichtige Entwicklungen wie die Einführung des persönlichen Computers und die Gründung von MTV, die die Musik- und Modetrends revolutionierten. Diese Jahre stellen auch die letzte Phase des Kalten Krieges dar, begleitet von geopolitischen Spannungen und einem wachsenden öffentlichen Diskurs, in dem Künstler und Aktivisten eine entscheidende Rolle spielten. Die Neue Deutsche Welle und globaler Pop konnten sich in diesen Jahren einen Namen machen, während auffällige Mode mit Schulterpolstern und oversized Silhouetten die Straßen prägte.
Technologische Errungenschaften wie Heimcomputer und neue Medienformate wie VHS oder CDs veränderten den Medienkonsum nachhaltig. Gleichzeitig blühte die Konsumkultur, und Diskussionen über Gleichberechtigung und die Rollen von Frauen nahmen in der Gesellschaft zu. Künstlerische und technische Entwicklungen der 1980er Jahre haben bis heute einen tiefen Einfluss auf die aktuelle Kultur und Gesellschaft.
Die Schallaburg bietet mit ihrer neuen Ausstellung einen einzigartigen Einblick in diese faszinierende Dekade. Interessierte Besucher können sich auf ein vielseitiges und anregendes Erlebnis freuen, das die 80er Jahre in all ihren Facetten lebendig werden lässt. Die Öffnungszeiten der Schallaburg sind Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr, montags bleibt die Ausstellung geschlossen.
Für weitere Informationen über die Ausstellung und die 80er Jahre im Allgemeinen, bietet sich ein Blick auf die Seite noi.gv.at sowie auf cinebrain.de an.